Liebe Gartenfreunde und Hobbygärtner,
unsere Serie mit außergewöhnlichen Bäumen für den Garten geht weiter – heute stellen wir den Feuer-Ahorn ‘Celzam’ / Acer freemanii ‘Celzam’ vor.
Ursprung und Charakter des Feuer-Ahorns / Acer freemanii ’Celzam‘
Beim Acer freemanii ’Celzam‘ handelt es sich um eine Züchtung aus Nordamerika, die auf der Hybride Acer freemanii beruht. Erstmals 1980 im US-Bundesstaat Ohio in den Handel eingeführt, hat sich dieser Baum mittlerweile auch in Mitteleuropa etabliert und wird hierzulande immer häufiger als Begrünung entlang von Straßen eingesetzt. Im Fachhandel begegnet einem dieser Ahornbaum gelegentlich auch unter der Bezeichnung Acer freemanii ’Celebration‘.
Widerstandsfähige Verbindung von Acer rubrum und Acer saccharinum
Der Name der Ausgangsform Acer freemanii geht auf den Botaniker Oliver M. Freemann zurück. Er unternahm 1933 die erste gezielte Kreuzung zwischen dem Acer rubrum (Roter Ahorn) und dem Acer saccharinum (Silberahorn) und führte so die Stärken beider Arten zu nahezu gleichen Anteilen zusammen. Wild wächst Acer freemanii ausschließlich auf dem nordamerikanischen Kontinent. Die wichtigsten Eigenschaften, die diese Kreuzung von ihren Elternarten geerbt hat, lassen sich kurz zusammenfassen:
- die ausgeprägte Frosthärte und das zügige Jugendwachstum des Silberahorns,
- die intensive Herbstfärbung und die feste Blattsubstanz des Roten Ahorns,
- eine deutlich gesteigerte Toleranz gegenüber schwierigen Standortbedingungen.
Gerade diese Kombination erklärt, warum die Sorte im urbanen Raum so gut zurechtkommt.
Glutrote Herbsttöne und eine harmonische Wuchsform
Schon der deutsche Name Feuer-Ahorn verweist auf das auffälligste Merkmal: Im Herbst nimmt der Acer freemanii ’Celzam‘ eine flammend rote Laubfärbung an, die tatsächlich an loderndes Feuer denken lässt. Dieses eindrucksvolle Farbenspiel, kombiniert mit der ausgesprochen gefälligen Gestalt des Baumes und seiner allgemeinen Widerstandskraft gegenüber dem Winter, macht ihn zu einem geachteten Laubbaum in Gärten und Parks ganz Europas.
Rasches Jugendwachstum des Feuer-Ahorns bis 12-15 Meter Höhe
Bereits wenige Jahre nach der Pflanzung entwickelt der Acer freemanii ’Celzam‘ eine ansehnliche, deutlich ausgeformte Krone. In der Anfangsphase legt der Baum zügig an Größe zu, während sich das Wachstum mit fortschreitendem Alter merklich verlangsamt. Als Gehölz mittlerer Größe erreicht er schließlich eine Endhöhe von etwa 12 bis 15 Metern bei einer Kronenbreite von rund 8 bis 10 Metern.
Markant ausgebildete Krone
Seinen malerischen Eindruck verdankt der Feuer-Ahorn vor allem seinem ebenmäßigen Wuchs. Die steil nach oben strebenden Äste formen eine charakteristische Krone, die kompakt wirkt und sich in einer breit-pyramidalen Silhouette zeigt. Dadurch präsentiert sich der Baum in einer beinahe makellosen Kontur und lädt an warmen Tagen dazu ein, in seinem Schatten eine kurze Verschnaufpause einzulegen.
Silbrig schimmernder, gefurchter Stamm
Der Stamm des Acer freemanii ’Celzam‘ weist einen silbrig-grauen Glanz auf, der den Baum besonders im Winter vornehm und elegant wirken lässt. Unterstrichen wird dieser Eindruck durch eine leicht gefurchte Borkenstruktur. Im Zusammenspiel mit dem reizvollen Blattwerk entsteht ein stimmiges, anmutiges Gesamtbild, das jede Umgebung optisch bereichert.
Sommerliches Frischgrün lässt den Acer freemanii ’Celzam‘ leuchten
Das Laub des Acer freemanii ’Celzam‘ ist drei- bis fünflappig und bringt die Krone während Frühjahr und Sommer in einem frischen, hellen Grün zum Strahlen. Im Vergleich zu vielen anderen Ahornsorten sind die Blätter dicker und besitzen eine fast lederartige Oberfläche. Mit einer Größe von rund 15 bis 20 Zentimetern verleihen die kräftigen Blätter dem Feuer-Ahorn ein eindrucksvolles Erscheinungsbild.
Glutfarbene Herbstfärbung als visuelles Highlight
Vor allem im Herbst spielt der Feuer-Ahorn seine Stärken aus und wird seinem deutschen Namen vollauf gerecht. Das Laub wechselt nun in zahlreiche Rot- und Gelbschattierungen und verleiht der Krone eine außergewöhnliche Ausstrahlung. Der Baum scheint regelrecht in Flammen zu stehen und zieht damit sämtliche Blicke auf sich. Bemerkenswert ist zudem die lange Haltbarkeit dieses Schauspiels: Das Laub verbleibt bis weit in den Winter hinein am Baum.
Rote Blütenpracht des Feuer-Ahorns ab März
Auch die Blüten des Acer freemanii ‘Celebration‘ sind ausgesprochen dekorativ und zieren das Gehölz schon im März und April. Ihre kräftige, leuchtend rote Tönung vermittelt einen ersten Vorgeschmack auf den Frühling und lässt die aufrecht stehenden Blütenrispen besonders eindrucksvoll erscheinen. Da die Blüten einen hohen Pollenanteil enthalten, sind sie für die Tierwelt von großem Wert. Konkret profitieren davon unter anderem:
- Schmetterlinge, die das frühe Nahrungsangebot nach dem Winter nutzen,
- Wildbienen und andere bestäubende Insekten,
- nützliche Gartenbewohner, die den Baum als Lebensraum annehmen.
So leistet der Feuer-Ahorn auch einen spürbaren Beitrag zur biologischen Vielfalt im Garten.
Der Feuer-Ahorn entwickelt keine Früchte
Da der Acer freemanii ’Celzam‘ keine Samen ausbildet, entstehen an ihm auch keine Früchte. Die Sorte ist demnach als steril einzustufen.
Anspruchsloser und standortverträglicher Acer freemanii ’Celzam‘
In Bezug auf den Untergrund zeigt sich der Feuer-Ahorn ausgesprochen gen-ügsam und verträgt unterschiedlichste Standorte. Am liebsten wächst er auf gleichmäßig feuchtem Boden, kommt jedoch grundsätzlich mit jedem üblichen Gartenboden zurecht. Lediglich vor allzu kalkreichem Untergrund sollte man ihn bewahren. Weil ihm verdichteter Boden und Pflasterflächen kaum etwas anhaben, eignet er sich hervorragend als Straßenbaum oder für die Bepflanzung in der Nähe befestigter Wege.
Kräftig verzweigtes Wurzelwerk
Die Wurzeln des Acer freemanii ’Celzam‘ bilden ein ausgeprägtes, stark verzweigtes Netz aus, das den Baum zuverlässig mit Wasser und sämtlichen benötigten Nährstoffen versorgt.
Bevorzugt sonnige Lagen
Die beste Entwicklung zeigt der Acer freemanii ’Celzam‘ an einem sonnigen Platz. Er dankt dies mit einer besonders eindrucksvollen Laubfärbung, deren Intensität unmittelbar vom Sonnenlicht und dessen Einfallswinkel abhängt.
Der Feuer-Ahorn zählt zu den sehr winterharten Gehölzen
Seine ausgeprägte Widerstandskraft gegenüber strenger Kälte trägt maßgeblich zur Beliebtheit des Feuer-Ahorns bei. Selbst Frost und Temperaturen von bis zu minus 35 Grad Celsius übersteht er problemlos. Auf diese Weise erfreut er das Auge zu jeder Jahreszeit mit einem ganz eigenen Reiz.
Einsatzmöglichkeiten des Acer freemanii ’Celzam‘
Der Acer freemanii ’Celzam‘ ist ein bislang noch eher selten verwendeter, mittelgroßer Baum, der sich aufgrund zahlreicher Vorzüge bestens für unsere Regionen eignet und stetig an Beliebtheit gewinnt. Seine Robustheit und seine Verträglichkeit gegenüber verdichtetem Boden prädestinieren ihn für den Einsatz als Straßen- und Alleebaum. Doch auch in großzügigen Gärten und Parkanlagen kommt seine einzigartige Erscheinung voll zur Geltung. Im Herbst verzaubert das prachtvolle Laub jeden Betrachter und setzt traumhafte Akzente, während der Baum im Sommer vor allem durch seine schön geformte Krone seinen malerischen Charme entfaltet.
