Ihre Anfrage:
Liebes New-Garden-Team,
kann ich die Rosa glauca auch als eine Art natürlichen Windschutz pflanzen? Der vorgesehene Standort liegt an einem Bereich, der zum Feld hin recht offen ist. Bis zu einer Höhe von etwa 1,30 m befindet sich dort bereits ein Zaun, der die Rose im unteren Bereich vor dem direkten Wind schützt. Oberhalb des Zaunes kann es allerdings, je nach Wetterlage, teilweise deutlich windiger werden. Wäre die Rose unter diesen Bedingungen dennoch geeignet, um dort gepflanzt zu werden und langfristig etwas Schutz sowie Struktur zu bieten?
Außerdem habe ich in der Beschreibung gelesen, dass die Pflanze Wurzelausläufer bilden kann. Sollte ich Rosa glauca deshalb vorsichtshalber nur mit einer Rhizomsperre pflanzen, damit sie sich nicht unkontrolliert im Garten ausbreitet?
Vielen Dank für Ihre Hilfe,
Eine Kundin der Baumschule NewGarden
Unsere Antwort:
Sehr geehrte Kundin,
die Rosa glauca, auch als Hechtrose bekannt, besitzt ein recht kräftiges und gut entwickeltes Wurzelsystem. Ihre Hauptwurzeln reichen tief in den Boden hinein, während die Seitenwurzeln sich durchaus weitreichend ausbreiten können. Da die Pflanze zudem Wurzelausläufer bilden kann und insgesamt ein hohes Ausschlagvermögen besitzt, ist der Einsatz einer Rhizomsperre in vielen Gartensituationen durchaus sinnvoll.
Gerade wenn die Rose in einem klar begrenzten Beet, in der Nähe anderer Pflanzen oder an einem Standort gepflanzt werden soll, an dem sie sich nicht stärker ausbreiten darf, kann eine Rhizomsperre helfen, den Wurzelbereich besser zu kontrollieren. So lässt sich vermeiden, dass Ausläufer mit der Zeit an unerwünschten Stellen erscheinen.
Für den beschriebenen Standort als Windschutz ist Rosa glauca grundsätzlich gut geeignet. Da sie auch als Schutzgrün in der freien Landschaft verwendet wird, kommt sie mit offenen, etwas windigeren Lagen in der Regel gut zurecht. Der vorhandene Zaun bietet im unteren Bereich bereits einen gewissen Schutz, was der Pflanze beim Anwachsen zugutekommen kann. Oberhalb des Zaunes darf es durchaus etwas windiger sein, solange der Standort nicht extrem exponiert ist und der Boden der Pflanze ausreichend Halt bietet.
Mit ihrer robusten Art, dem kräftigen Wuchs und der guten Regenerationsfähigkeit kann Rosa glauca daher durchaus als lockerer, naturnaher Windschutz eingesetzt werden. Wichtig ist nur, ihr ausreichend Platz zu geben und die Ausläuferbildung von Anfang an einzuplanen. Eine Rhizomsperre wäre daher keine zwingende Pflicht in jeder Situation, aber an einem geordneten Gartenstandort auf jeden Fall eine empfehlenswerte Vorsichtsmaßnahme.
Viele Grüße,
Maria Ketteler-Droste
Vom Team der Baumschule NewGarden
