Ihre Anfrage:
Liebes New-Garden-Team,
wir haben vergangenen November eine stattliche Säuleneibe Fastigiata in unserem Garten ausgepflanzt. Anfangs entwickelte sich das Gehölz sehr gut – es zeigte sogar einen kleinen Zuwachs, sodass wir zunächst äußerst zufrieden waren. Doch nach einigen Wochen begann die Eibe zunehmend Nadeln abzuwerfen. Inzwischen wirkt sie stark geschwächt, und wir befürchten, dass der Frost ihr den Rest gegeben hat. Wir bringen viel Erfahrung in der Pflanzenpflege mit, doch in diesem Fall sind wir ratlos und haben Sorge, eine teure Investition zu verlieren. Was können wir jetzt noch unternehmen?
Danke für Ihre Antwort und viele Grüße,
Eine Kundin der Baumschule NewGarden
Unsere Antwort:
Sehr geehrte Kundin,
die Säuleneibe (Taxus) liegt in der Winterhärtezone 6b und sollte in der Regel Temperaturen von –20,4 °C bis –17,8 °C schadlos überstehen. Wenn jedoch trotz dieser Kältetoleranz stärkere Nadelausfälle auftreten, deutet das häufig auf Stress im Wurzelbereich hin – etwa verdichteten Boden, Staunässe, Frosttrocknis oder durch Frost angehobene, beschädigte Feinwurzeln.
Um die Pflanze zu entlasten, empfehle ich Ihnen zunächst einen moderaten Rückschnitt: Entfernen Sie abgestorbene oder stark geschwächte Triebe, damit die Eibe ihre Kräfte auf gesunde Partien konzentrieren kann. Achten Sie außerdem darauf, den Wurzelbereich gleichmäßig feucht, aber niemals nass zu halten und bei Bedarf mit Mulch vor starken Temperaturschwankungen zu schützen.
Gerne können Sie uns aussagekräftige Fotos der Pflanze, des Stammbereichs sowie der Bodenoberfläche zukommen lassen. Anhand dieser Bilder lassen sich Schäden und mögliche Gegenmaßnahmen genauer beurteilen, und wir melden uns anschließend mit einem individuellen Pflegevorschlag bei Ihnen.
Ich wünsche Ihnen viel Erfolg – mit gezielten Maßnahmen besteht oft eine realistische Chance, dass sich selbst stark geschwächte Eiben wieder erholen.
Viele Grüße,
Maria Ketteler-Droste
Vom Team der Baumschule NewGarden
