Ihre Anfrage:
Liebes New-Garden-Team,
Die Blätter sind bei zwei von drei gepflanzten Sumpfeichen gelb verfärbt. Im vergangenen Jahr war es bereits ähnlich: Zunächst wurden die Blätter gelb, anschließend sind sie vertrocknet. Die dritte Sumpfeiche hingegen sieht gesund aus und zeigt ein schönes, kräftiges Grün.
Der Boden rund um die Bäume ist mit Hackschnitzeln abgedeckt, und die Sumpfeichen werden regelmäßig bewässert. Auch Eisendünger habe ich bereits ausprobiert, allerdings scheint das Problem weiterhin zu bestehen.
Ist dieses Symptom bei Sumpfeichen bekannt, und welche Ursache könnte dahinterstecken? Was kann ich tun, damit sich die betroffenen Bäume wieder erholen?
Vielen Dank für Ihre Hilfe,
Ein Kunde der Baumschule NewGarden
Unsere Antwort:
Sehr geehrter Kunde,
vielen Dank für Ihre Nachricht. Gelbe Blätter an einer Sumpfeiche, botanisch Quercus palustris, können verschiedene Ursachen haben. Da bei Ihnen nur zwei von drei Bäumen betroffen sind und die dritte Sumpfeiche weiterhin schön grün ist, lohnt sich ein genauer Blick auf den jeweiligen Standort, die Bodenverhältnisse und den unmittelbaren Wurzelbereich der betroffenen Gehölze.
Bitte überprüfen Sie zunächst den pH-Wert des Bodens. Für Quercus palustris liegt der ideale pH-Wert ungefähr zwischen 5 und 6. Die Sumpfeiche bevorzugt also eher saure bis leicht saure Böden. Ist der Boden zu kalkhaltig oder liegt der pH-Wert deutlich höher, können Nährstoffe, insbesondere Eisen, für die Pflanze schlechter verfügbar sein. Auch wenn bereits Eisendünger ausgebracht wurde, kann es sein, dass dieser bei einem ungünstigen pH-Wert nicht ausreichend aufgenommen werden kann.
Darüber hinaus sollten Sie kontrollieren, ob die Schicht aus Hackschnitzeln eventuell zu dick aufgetragen wurde. Eine Mulchschicht kann grundsätzlich sinnvoll sein, weil sie den Boden vor Austrocknung schützt und die Bodenfeuchtigkeit gleichmäßiger hält. Wird sie jedoch zu stark aufgebracht, insbesondere direkt am Stamm beziehungsweise im Bereich des Wurzelhalses, kann dies problematisch werden. Eine zu dicke Mulch- oder Hackschnitzelschicht im Wurzelhalsbereich kann Staunässe, Sauerstoffmangel oder Fäulnis begünstigen und im ungünstigen Fall sogar zum Absterben des Gehölzes führen.
Achten Sie daher besonders darauf, dass der Wurzelhals frei bleibt und nicht dauerhaft von Hackschnitzeln bedeckt ist. Der Bereich direkt um den Stamm sollte möglichst luftig sein, damit keine Feuchtigkeit am Stammfuß steht und sich keine schädlichen Bedingungen entwickeln.
Für eine gezieltere Einschätzung wären Fotos sehr hilfreich. Sinnvoll wären Aufnahmen vom gesamten Standort, der direkten Umgebung der Bäume, Nahaufnahmen der gelben Blätter sowie Bilder vom Wurzelhalsbereich der betroffenen Sumpfeichen. So lässt sich besser beurteilen, ob das Problem eher mit dem Boden, der Pflanzung, der Mulchschicht oder der Wasserversorgung zusammenhängt.
Zusätzlich wären einige Angaben zur Bodenbeschaffenheit wichtig. Entscheidend ist zum Beispiel, ob der Boden eher lehmig, sandig, schwer, verdichtet oder locker und gut durchlässig ist. Auch das Gießverhalten spielt eine große Rolle: Bitte geben Sie möglichst genau an, wie oft und mit welcher Wassermenge gewässert wird. Regelmäßiges Wässern ist zwar wichtig, allerdings kann sowohl Trockenstress als auch zu viel Feuchtigkeit im Wurzelbereich zu Problemen führen.
Zusammenfassend sollten Sie vor allem folgende Punkte prüfen: den pH-Wert des Bodens, die Dicke der Hackschnitzelschicht, den freien Wurzelhalsbereich, die Bodenstruktur sowie die tatsächliche Wassermenge bei der Bewässerung. Auf Basis dieser Informationen lässt sich deutlich besser beurteilen, welche Maßnahme für die betroffenen Sumpfeichen am sinnvollsten ist.
Viele Grüße,
Maria Ketteler-Droste
Vom Team der Baumschule NewGarden
