Ihre Anfrage:
Liebes New-Garden-Team,
in meinem Garten wächst eine äußerst üppige Melissa officinalis Aureovariegata, die sich mittlerweile so stark ausbreitet, dass ich über einen kräftigen Rückschnitt nachdenke. Da ich das aromatische Laub jedoch nicht einfach ungenutzt auf den Kompost werfen möchte, frage ich mich: Gibt es schmackhafte oder kreative Möglichkeiten, diese große Menge an Zitronenmelisse sinnvoll und genussvoll zu verwerten?
Viele Grüße,
Eine Kundin der Baumschule NewGarden
Unsere Antwort:
Sehr geehrte Kundin,
unbedingt – gerade bei einer so reich wachsenden Zitronenmelisse wie Melissa officinalis Aureovariegata wäre es fast schade, das aromatische, gelb-grün panaschierte Laub ungenutzt zu lassen. Die Pflanze besitzt ein intensives, frisches Zitronenaroma, das sich vielfältig kulinarisch einsetzen lässt und in der Küche ein wahres Allroundtalent ist.
Eine besonders gelungene Möglichkeit ist die Zubereitung eines aromatischen Pestos aus der Zitronenmelisse. Dafür wird tatsächlich eine größere Menge an Blättern benötigt – ideal, wenn ein Rückschnitt ansteht. Das Pesto lässt sich ähnlich wie Basilikumpesto zubereiten, bekommt durch die Melisse jedoch eine unverwechselbare, zitrische Note. Es passt hervorragend zu Fischgerichten, gegrilltem Gemüse, Pasta, sommerlichen Bowls oder einfach auf geröstetem Brot.
Darüber hinaus können die frischen Blätter für eine Vielzahl weiterer Snacks und Getränke verwendet werden, etwa als erfrischende Zutat in hausgemachter Limonade, in Kräuterbutter, Salaten, Desserts oder fein gehackt in Obstkompositionen. Auch das Trocknen der Blätter für Tee bietet sich an, wenn mehr Ernte anfällt, als frisch verbraucht werden kann.
Kurzum: Ein Rückschnitt lohnt sich nicht nur aus gärtnerischen Gründen – das Laub der Melissa officinalis Aureovariegata eröffnet eine Vielzahl köstlicher kulinarischer Möglichkeiten.
Viele Grüße,
Maria Ketteler-Droste
Vom Team der Baumschule NewGarden
