Ihre Anfrage:
Liebes New-Garden-Team,
ich möchte zum ersten Mal Eiben pflanzen und daraus eine Hecke anlegen. Da ich bisher noch keine Erfahrung mit Eiben als Heckenpflanzen habe, möchte ich typische Pflegefehler möglichst von Anfang an vermeiden. Gibt es insbesondere in den ersten Wochen und Monaten nach der Pflanzung einen Fehler, der besonders häufig gemacht wird und dazu führen kann, dass die Eiben schlecht anwachsen oder sogar Schäden zeigen? Worauf sollte ich nach dem Einpflanzen besonders achten?
Eine Kundin der Baumschule NewGarden
Unsere Antwort:
Sehr geehrte Kundin,
ein besonders häufiger Fehler bei frisch gepflanzten Eiben ist eine zu geringe Wasserversorgung in der Anwachsphase. Heckenpflanzen und damit selbstverständlich auch Eiben benötigen in den ersten Monaten nach der Pflanzung besonders viel und vor allem regelmäßig Wasser. Das vorhandene Wurzelsystem muss zunächst Kontakt mit dem umgebenden Boden herstellen und sich am neuen Standort weiterentwickeln. In dieser Zeit können sich die Pflanzen noch nicht so zuverlässig selbst mit Wasser versorgen wie später gut eingewachsene Eiben.
Daher ist es sehr wichtig, die Eiben direkt nach dem Einpflanzen gründlich einzuschwemmen. Dadurch wird nicht nur der Wurzelballen ausreichend mit Feuchtigkeit versorgt, sondern auch der Boden rund um die Wurzeln besser angeschlossen. Nach dieser ersten gründlichen Bewässerung sollten Sie die Pflanzen auch in den folgenden Wochen und Monaten regelmäßig mit Wasser versorgen und darauf achten, dass der Boden nicht über längere Zeit austrocknet.
Wassermangel gehört leider zu den häufigsten Ursachen dafür, dass frisch gesetzte Eiben nicht richtig anwachsen. Erste sichtbare Hinweise können gelbe oder braune Nadeln sein. Solche Verfärbungen können darauf hindeuten, dass die Pflanzen während der Anwachsphase nicht ausreichend mit Wasser versorgt wurden.
Eine reine Tröpfchenbewässerung ist in dieser frühen Phase häufig nicht ausreichend. Gerade unmittelbar nach der Pflanzung ist es wichtig, den gesamten Wurzelbereich gründlich und ausreichend zu durchfeuchten. Die Wassermenge sollte also tatsächlich bis an den Wurzelballen gelangen und nicht nur oberflächlich den Boden befeuchten.
Achten Sie deshalb nicht nur am Tag der Pflanzung auf eine gute Wasserversorgung, sondern kontrollieren Sie auch anschließend regelmäßig die Bodenfeuchtigkeit. Gleichzeitig sollte natürlich keine dauerhafte Staunässe entstehen. Ziel ist eine gleichmäßige und zuverlässige Versorgung mit Wasser, bei der der Boden ausreichend feucht bleibt, überschüssiges Wasser aber weiterhin abfließen kann.
Besonders aufmerksam sollten Sie während sommerlicher Hitze- und Trockenperioden sein. Hecken stehen häufig an Grundstücksgrenzen oder am Rand des Gartens und werden bei der normalen Bewässerung anderer Gartenbereiche leicht übersehen. Gerade frisch gepflanzte Eiben können in solchen Situationen schnell unter Wassermangel leiden. Eine zusätzliche und gezielte Bewässerung ist dann besonders wichtig.
Wenn Sie diesen typischen Fehler vermeiden und Ihre Eiben in den ersten Monaten nach dem Pflanzen konsequent und bedarfsgerecht mit Wasser versorgen, schaffen Sie eine wichtige Voraussetzung dafür, dass die Pflanzen gut anwachsen und sich zu einer gesunden und dichten Hecke entwickeln können.
Viele Grüße,
Maria Ketteler-Droste
Vom Team der Baumschule NewGarden
