Photinia Fraseri / Glanzmispel

Photinia fraseri

Die Glanzmispel (Photinia fraseri) ist ein sehr attraktives immergrünes Gehölz, welches durch seine dunkelgrüne Belaubung und seinen bronzeroten Austrieb in Kombination mit der ansprechenden Blütenrispe immer häufiger den Weg in heimische Gärten gefunden hat.

Die Photinia hat einen breiten, aufrechten und kompakten Wuchs. Der humose Gartenboden sollte durchlässig, nicht zu nährstoffarm und mäßig trocken sein. Die Glanzmispel ist gut schnittverträglich, sehr anpassungsfähig an den jeweiligen pH Wert und verträgt somit saure als auch alkalische Böden. Ist der Boden zu feucht und nährstoffreich, reift die Pflanze schlecht aus und es kommt zu Blattfall – immer erst gießen wenn die obere Schicht trocken ist.

Die Glanzmispel eignet sich aufgrund der Wuchsform hervorragend als Heckenpflanze.

Sie erweist sich vorübergehend bis – 20 Grad Celsius als winterhart, bedarf aber unter diesen Umständen eines geschützten Standorts.

Pflanzzeit der Photinia

Die Glanzmispel (Photinia) kann als Ballenware außerhalb der Blütezeit im Frühjahr und Herbst gepflanzt werden.

In rauhen Lagen empfiehlt sich eine Frühjahrpflanzung, um einen Anwuchs vor einer langen und harten Kälteperiode zu ermöglichen. Sie ist zwar winterhart bis -20°C, im Gegensatz zuu anderen winterharten Gehölzen ist sie gerade nach der frischen Pflanzung doch leicht frostempfindlich.

Auch der Herbst ist als Pflanzzeitpunkt unproblematisch, wenn ein früher Termin gewählt wird (Sep. / Okt./Mitte Nov.). Der Gartenboden ist dann noch warm und die Photinia kann mit dem Wurzelwachstum beginnen. Dadurch erhält sie gute Startvoraussetzungen für den  Winter und den Frühjahrsaustrieb. Außerdem kann sie eine Trockenphase im Frühjahr besser verkraften.

Düngung von Photinia

Da sich die Photinia als sehr tolerant gegenüber dem pH Wert (Säuregehalt) erweist, kann zunächst auf eine zusätzliche Kalkung verzichtet werden.

Jedoch ist es immer ratsam bei einer Neupflanzung vorab eine Bodenuntersuchung durchzuführen. Hierzu bietet  z. B. die Lufa (www.landwirtschaftskammer.de) Untersuchungen an. Dabei wird nicht nur der Boden auf seinen Nährstoffgehalt untersucht, sondern der Gartenbesitzer bekommt eine auf die Gartennutzung abstimmte Düngerempfehlung. Außerdem erweist sich dieser Schritt als ein wertvoller Beitrag zum Umweltschutz, da ohne diese Empfehlung oft zu viel und falsch gedüngt wird.

Zu Beginn der Wachstumsphase sollte die Photinia mit einem Langzeitdünger (Depotdünger, z. B. Osmocote oder Basacote) gedüngt werden. Dieses ist ein Mehrnährstoffdünger, der je nach Kennzeichnung (3-4 M bedeutet eine Wirkungszeit von 3-4 Monaten) die Pflanze mit Nährstoffen versorgt (bei optimaler Temperatur 21 °C).

Der Einsatz von Entec-Dünger (Mehrnährstoffdünger) ist ideal, da sich dieser Dünger aufgrund seiner Struktur der Stickstoffversorgung dem Pflanzenbedarf anpasst und eine Wirkungsdauer von 10-12 Wochen hat.

Da bereits die leichte Frostempfindlichkeit der Glanzmispel angesprochen wurde, ist es besonders wichtig, im August / September eine Kalidüngung vorzunehmen. So zeigt sich die Pflanze bereits im Herbst gut ausgereift für den Winter.

Schneiden von Photinia

Die Photinia zählt zu den mäßig schnellwachsenden Heckenpflanzen. Der jährliche Zuwachs ist abhängig vom Standort und der Pflege. Hat die Pflanze ausreichend Bodenfeuchtigkeit (keine Nässe, insbes. keine Staunässe) kann der Jahreszuwachs bei 20-40 cm liegen.

Die Photinia ist gut schnittverträglich. Es reicht aus, sie einmal im Jahr leicht einzukürzen. Ein guter Zeitpunkt dafür wäre direkt nach der Blüte (Ende Juni). Damit die großen dekorativen Blätter der Photinia nicht beschädigt werden, sollte eine Handheckenschere benutzt werden.

Krankheiten der Photinia

Blattläuse

Symptome:

Die Saugschäden der Blattläuse beeinträchtigen das Wachstum und das Erscheinungsbild der Pflanzen z. B. durch Verfärbung und Einrollen der Blätter.

Bekämpfung:

Winter: Elefant Sommeröl

Frühjahr und Sommer mit Neudosan (Neu von Neudorf)

Blatt und Triebschäden

Symptome:

dunkle weinrote Flecken auf den Blättern

Ursache:

Hier handelt es sich um eine Stress-Erscheinung der Pflanze. Dieses ist auf die Witterung der letzten Winter zurückzuführen (kalte, nasse Winter). Die wichtigste Vorbeugung ist der Standort: ein klimatisch günstiger Platz im wintermilden Gebieten ist optimal.

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