Ihre Anfrage:
Liebes New-Garden-Team,
ist die Lobelia eigentlich winterhart, oder muss ich damit rechnen, dass sie in unseren oft recht wechselhaften Wintern Schaden nimmt? Gerade wenn man eine Lobelia neu in den Garten gepflanzt hat, stellt sich natürlich die berechtigte Frage, wie empfindlich diese Staude auf Frost, Nässe und die Winterwitterung reagiert. Sollte man die Pflanze einfach im Beet stehen lassen, oder braucht sie einen besonderen Schutz, um die kalte Jahreszeit unbeschadet zu überstehen? Welche Vorkehrungen sind aus gärtnerischer Sicht ratsam, um die Lobelia langfristig gesund und vital zu erhalten?
Vielen Dank für Ihre Hilfe,
Eine Kundin der Baumschule NewGarden
Unsere Antwort:
Sehr geehrte Kundin,
vielen Dank für Ihre Nachfrage – das ist ein wichtiger Punkt, den man bei der Lobelia unbedingt beachten sollte. Grundsätzlich gilt: Die Lobelia ist zwar in gewissem Rahmen winterhart, allerdings reagiert sie recht empfindlich auf die klassischen Winterwidrigkeiten in unseren Breiten. Damit Sie lange Freude an Ihrer Pflanze haben, möchte ich Ihnen gerne einige praktische Hinweise mit auf den Weg geben.
Der erste und vielleicht wichtigste Punkt ist der Schutz vor zu starker Nässe während der Wintermonate. Staunässe und dauerhaft durchfeuchtete Böden vertragen Lobelien nur sehr schlecht – hier droht schnell Fäulnis im Wurzelbereich, die der Pflanze stärker zusetzt als die Kälte selbst. Achten Sie daher bitte unbedingt darauf, dass überschüssiges Wasser gut abfließen kann und der Standort nicht zu einer regelrechten Nässefalle wird.
Darüber hinaus empfehle ich Ihnen dringend einen aktiven Winterschutz. Eine Abdeckung aus trockenem Laub oder ein atmungsaktives Gartenvlies leistet hier hervorragende Dienste: Beides hält die Pflanze gleichmäßig temperiert, schützt vor tiefen Frösten und dämpft gleichzeitig die schädlichen Temperaturschwankungen zwischen Tag und Nacht. Dieser zusätzliche Schutz sollte keinesfalls ausbleiben, damit die Lobelia den Winter sicher übersteht.
Ein weiterer, oft unterschätzter Aspekt ist der Schutz bei sogenanntem Kahlfrost – also bei klaren, eisigen Wintertagen ohne schützende Schneedecke. In solchen Phasen kann die Wintersonne der Pflanze erheblich zusetzen, weil sie die Triebe erwärmt, während der Boden noch tief gefroren ist und kein Wasser nachgeliefert werden kann. Ein leichter Sonnenschutz, etwa durch zusätzliches Vlies, Reisig oder eine geeignete Abdeckung, ist in diesen Situationen ausgesprochen ratsam und beugt unschönen Trocknungsschäden wirksam vor.
Mit dieser Kombination aus Nässeschutz, Winterabdeckung und Sonnenschutz bei Kahlfrost schaffen Sie beste Voraussetzungen dafür, dass Ihre Lobelia den Winter gut übersteht und im kommenden Frühjahr wieder kraftvoll austreibt.
Bei weiteren Fragen stehen wir Ihnen selbstverständlich gerne zur Verfügung.
Viele Grüße,
Maria Ketteler-Droste
Vom Team der Baumschule NewGarden
