Taxus Baccata / Heimische Eibe

Die heimische Eibe Taxus Baccata

Taxus war der römische Name der Eibe und lat. baccata = beerentragend. Die Eibe (Taxus baccata) zählt zu den langlebigsten Heckenpflanzen. In Deutschland gibt es Eibenbestände mit einem Alter von über 500 Jahren. Sie eignet sich sowohl für hohe, als auch für niedrige Hecken (1-6 m).

Die Eibe gedeiht am besten auf frischen bis leicht feuchten, humosen und kalkhaltigen Böden. Das heimische Nadelgehölz ist immergrün und wächst in der Sonne, im Halb- und Vollschatten.

Da ihre Wurzeln sehr tiefliegend und dicht verzweigt sind, kommt sie auch mit stark durchwurzelten Böden unter Bäumen zurecht.

Die Eibe ist ein sehr widerstandsfähiges Gehölz; sie ist stadtklimafest, frosthart und sehr windverträglich. Taxus zählen zu den langsam wachsenden Pflanzen, daher reicht es aus, sie einmal pro Jahr zu schneiden. Der langsame Wuchs ist auch der Grund, warum die Eibenhecke manchmal etwas länger braucht, um einen vollständigen Sichtschutz zu bilden.

Zu trockene und sonnige Standorte können im Winter für die Eibe problematisch sein.

Auf verdichteten und zu nassen Böden fühlt sich die Eibe ebenfalls nicht wohl. Dort nimmt die Eibe eine bräunliche Winterfärbung an. Durch das Umpflanzen wird die Reaktion zuerst einmal verstärkt, dann werden die Pflanzen allmählich wieder grün, wenn sie den geeigneten Standort bzw. bessere Bodenbedingungen haben.

Pflanzzeit der Eibe

Nadelgehölze, zu denen die Eibe zählt, reagieren sehr positiv auf eine frühe Herbstpflanzung. Der Boden ist von der Sonne noch erwärmt, somit kann die Pflanze direkt mit dem neuen Wurzelwachstum beginnen. Da wintergrüne Pflanzen auch im Winter Wasser benötigen, können die herbst- und winterlichen Niederschläge optimal genutzt werden.

Auch das Frühjahr eignet sich gut zur Pflanzung der Eiben. Optimal wäre kurz vor Antriebsbeginn. Häufig muss im Frühjahr zusätzlich gewässert werden, da plötzlich einsetzende Hitze und Trockenheit noch während der Pflanzzeit auftreten kann.

Düngung der Eibe

Die Eibe liebt nährstoffreiche und kalkhaltige Böden. Sie zeigt sich sogar als sehr kalkverträglich und kommt auch mit pH Werten über 7 klar. Insgesamt ist die Eibe sehr standorttolerant und gedeiht auch auf nährstoffärmeren, schwach sauren Standorten. Lediglich stark sauren Boden kann sie nicht vertragen.

Um sicher zu sein, welcher Bodentyp im Garten vorhanden ist, raten wir zu einer Bodenanalyse (z. B. bei der LUFA, www.landwirtschaftskammer.de). Der doch relativ geringe Kostenaufwand von ca. 20-25 € lohnt sich immer: Zum einen um optimale Bedingungen für die Pflanzen zu schaffen und zum anderen spart man auch Geld, indem falsches Düngen oder eine Überdüngung vermieden wird.

Zu Austriebsbeginn sollte die Eibe mit einem Langzeitdünger, der eine Wirkungsdauer von

4-5 Monaten hat, gedüngt werden. Hier eignet sich bespielsweise gut der Koniferen-Langzeitdünger von Compo und Oscorna. Da dieser Dünger neben den Hauptnährstoffen auch die Spurennährstoffe enthält, ist die Pflanze damit optimal versorgt.

Im Pflanzjahr selbst ist ein rein organischer Dünger (wie z. B. Hornspäne und Knochenmehl) zu verwenden.

Schneiden der Eibe

Eiben erweisen sich als extrem schnittverträglich. Der Schnitt sollte im Frühjahr vor dem Austriebsbeginn erfolgen. Sie kann auch zu einem späteren Zeitpunkt geschnitten werden. Hier sollte allerdings darauf geachtet werden, dass die Eibe bzw. Eibenhecke von vielen heimischen Vogelarten als Nistmöglichkeiten genutzt wird. Folglich sollte die Schere als nicht später als Juli angesetzt werden, um das Brutgeschäft nicht zu stören.

Hat man die Eibe über Jahre hin vernachlässigt und sie ist zu groß geworden, so verträgt sie auch einen radikalen Rückschnitt. Die Pflanze kann dann „auf den Stock gesetzt werden“. D. h., sie kann dann bis ins alte Holz zurückgeschnitten werden. Anschließend treibt der Taxus am Altholz erneut aus. Nach einer solch radikalen Verjüngung dauert es viele Jahre bis sich die Eibe wieder neu aufgebaut hat. Diese weitreichende Schnittmaßnahme sollte dann während der Vegetationsruhe (im Winter) durchgeführt werden. Bitte darauf achten, dass es allerdings nicht während einer Phase starker Fröste geschieht.

Besser ist ein regelmäßiger jährlicher Schnittrythmus, denn so kann die Eibe (Hecke) perfekt in Form gehalten werden.

Krankheiten der Eibe

Phytophthora

Symptome:

  • Die Nadeln der Eibe werden gelb (Nadelnekrose)
  • Tritt häufig nach langen, anhaltend warmen Wetterperioden auf
  • Auch bei leichten Senken, dort wo Staunässe auftritt, kommen nestweise Ausfälle durch Phytophthora vor

Bekämpfung:

  • Pflanzen mit deutlichen Welkesymptomen sollten entfernt werden.
  • Fungizidbehandlung, z. B. Bayer Garten Spezial Pilzfrei oder mit Universal Pilzfrei von Compo  und Gartenkupferkalk von Bayer wirkt vorbeugend.

Weitere tierische Schädlinge

Wollige Napfschildlaus

Symptome:

Die wollige Napfschildlaus überzieht Zweige und Äste mit weißer wachsartiger Wolle mit der
Bildung schneeweißer Eivorräte.

Bekämpfung:

  • Stärkung der Pflanzen, stickstoffbetone Düngung vermeiden
  • Insektizidbehandlung: Compo Austriebs-Spritzmittel Elefant – Sommeröl, Spruzit  – von Neudorf

Gefurchter Dickmaulrüssler

Symptome:

  • Schädigung durch den Käfer – buchtenartiger Fraß an den Blatträndern
  • Schädigung durch die Larven – Fraßschäden an Wurzeln und Wurzelhals

Bekämpfung:

  • Die Larven können mit Nematoden (Biologischer Pflanzenschutz – absolut nützlingsschonend) bekämpft werden.
  • Käfer sind nachtaktiv und sollten in den frühen Morgenstunden oder späten Abendstunden abgesammelt werden.

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