Winterhärte bei Gartenpflanzen

Der Begriff „winterhart“ oder  „frosthart“ gehört zum täglichen Sprachgebrauch in einer Baumschule und ebenso als Hobbygärtner wird man immer wieder mit diesem Begriff konfrontiert, denn damit die Gartenpflanzen die kalte Jahreszeit gut überstehen ist in unseren Gefilden auf eine ausreichende Winter- oder Frosthärte zu achten. Hier zeigen wir die Faktoren, die Einfluss darauf haben, wie gut eine Pflanzen die kalten Jahreszeit übersteht.

Winterhärte zielt in der Regel auf die Frage ab, ob eine Gartenpflanze an einem bestimmten Standort gepflanzt werden kann und für die dort herrschenden, klimatischen Bedingungen geeignet ist. Die generelle Aussage „die Pflanze ist winterhart“ ist also wenig hilfreich, sondern müsste eigentlich heißen: „Die Pflanze ist für den Standort ausreichend winterhart„.
Die klimatischen Standortbedingungen werden dabei von zwei Faktoren beeinflusst:

Das Makroklima wird von den sog. Vegetationszonen beeinflusst. Hier gibt es eine Einteilung nach Winterhärtezonen (WHZ). Für Deutschland gibt die Winterhärtezonen von 8a (die wärmste Zone in Deutschland, das Gebiet um den Rhein ist bspw. diese Klimazone am Niederrhein) bis hin zur Zone 5b (die Voralpenregionen sind mit dieser Zone klassifiziert und damit am kältesten).
Prinzipiell gibt es für jede Gartenpflanze eine Empfehlung, für welche Winterhärtezonen die jeweilige Pflanze geeignet ist.

Neben dem Makroklima mit den Winterhärtezonen spielen für Gartenpflanzen aber zahlreiche andere Faktoren noch eine wichtige Rolle, nämlich das Mikroklima bzw. der individuelle Standort einer Pflanze.
Wird die Gartenpflanze bspw. an einem sehr windexponierten Standort gesetzt, kann das dazu führen, dass die Pflanze auch in einer eigentlich geeigneten Klimazone nicht überlebt. Gleichzeitig kann ein gut geschützter Standort dazu führen, dass eine Gartenpflanze in einer eigentlich zu kalten Klimazone überlebt. So kann man als Hobbygärtner mit ein wenig Geschick das Mikroklima an die Bedürfnisse der jeweiligen Pflanze anpassen.

Neben der Winterhärte ist ein weiterer Faktor besonders wichtig, um den Gartenpflanzen das Überleben im Winter zu erleichtern: Die richtige Bewässerung. Gerade immergrüne Pflanzen mit viel Grünmasse brauchen auch im Winter Wasser, weil, gerade bei Sonnenschein, die Pflanze noch recht viel Wasser verdunstet. Wenn der Boden also noch nicht konstant durchgefroren ist, sollte man regelmäßig auch im Winter die immergrünen Gartenpflanzen bewässern. Hier gibt es auch weitere Informationen zum richtigen Bewässern im Winter.

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