03 März – das Wetter wird wärmer und die Gartenarbeit ruft

Nach den in diesem Jahr doch recht starken Frosttemperaturen im Januar und Februar beginnt im März die richtige Gartensaison. Der Boden sollte im März jetzt wieder offen sein, d.h. es kommt in der Regel nur noch zu kurzen Frostperioden und Nachtfröste sind – abgesehen von den höhergelegenen Regionen – nur noch sehr selten. Flora und Fauna erwachen aus dem Winterschlaf und nach dem häufig etwas tristen Winter halten die Farben Einzug in den Garten. Frühjahrsblüher zeigen die ersten Blüten, das Grün wird langsam wieder kräftiger und die Gartensaison kann starten. Hobbygärtner und Gartenfreunde können im März richtig loslegen, denn eine Vielzahl von Gartenarbeiten warten, um den Garten optimal auf die kommende Wachstumsphase vorzubereiten. Angefangen bei der ersten Frühjahrsdüngung über eine Auflockerung vom Gartenboden und den Rückschnitt zahlreicher Zier- und Obstgehölzen bis hin zum Einpflanzen der ersten Gartenpflanzen – die ToDo-Liste für die Gartenarbeiten im März ist randvoll!

Winterschutz entfernen & Frühlingsschnitt

In den Regionen, die im März schon dauerhaft frühlingshafte Temperaturen vorweisen, kann der Winterschutz von sensiblen Gehölzen, Gartenpflanzen und Kübelpflanzen jetzt entfernt werden (in höhergelegenen Regionen sollte man auf das lokale Klima achten).
Gleichzeitig kann man die ansteigenden Temperaturen nutzen, um einen leichten Rückschnitt an Sommerblühern und Ziergehölzen vorzunehmen, so dass diese Ziergehölze ihre Energie voll in die kommende Wachstumsphase investieren können und die wunderschönen Blüten ausbilden.

Vorsicht beim Rückschnitt von zweijährig blühenden Ziergehölzen

Hortensien / Hydrangea

Bei Hortensien / Hydrangea muss man beim Rückschnitt darauf achten, nicht die Blütentriebe mit abzuschneiden

Bei manchen Ziergehölzen (zweijährig blühenden), bspw. bei einigen Hortensien-Sorten, muss man beim Rückschnitt allerdings Vorsicht walten lassen. Diese zweijährig blühenden Ziergehölze bilden die Blütenansätze nämlich bereits im Vorjahr  und mit einem unvorsichtigen Rückschnitt würde man diese Blütenansätze ebenfalls entfernen und hätte so keine Blüte im Sommer. Für Hortensien haben wir daher einen speziellen Beitrag zum richtigen Rückschnitt von Hortensien erstellt, damit man hier nicht auf die tolle Blüten der zweijährig blühenden Hortensien verzichten muss.

Rückschnitt von Obstgehölzen sorgt für reiche Ernte

Auch der Rückschnitt von Schnitt von Obstbäumen und -sträuchern kann, abhängig von den regionalen Temperaturen, schon Ende März erfolgen und sollte spätestens vor dem neuen Austrieb der Obstgehölze abgeschlossen sein, damit eine reiche Ernte ermöglicht wird. Gerade an neu entstehenden Trieben setzen die Obstgehölze besonders viele Früchte an.

Nach dem 1.3. kein radikaler Rückschnitt mehr wegen des Nistschutzes

Heckenpflanzen können ebenfalls noch vor dem Austrieb zurückgeschnitten werden, wobei – wie bei allen Gartenpflanzen – auch hier Tage ohne Minustemperaturen gewählt werden sollten. Es gilt allerdings die Einschränkung, dass nach dem 1.3. ein starker Rückschnitt von Hecken nicht mehr erlaubt ist, um die in Hecken lebenden Tiere, insbesondere dort nistende Vögel, zu schützen (Details zu diesem Thema findet man beim Bundesamt für Naturschutz auf der Seite Artenschutz beim Gehölz- und Baumschnitt) .

Wässerung dort wo es nötig ist

Wie bereits häufig geschrieben, bekommen Gartenpflanzen im normalen Winter, ganz besonders in lange Frostperioden, nur unzureichend Wasser. Entsprechend sollte man prüfen, wie feucht der lokale Boden ist und bedarfsorientiert die Pflanzen wässern. Hier kann sich auch im Internet gut über die lokalen Niederschlagsmengen im Internet informieren. Typischerweise leiden gerade immergrüne Pflanzen mit viel Blatt- oder Nadelwerk sehr stark darunter, wenn der Boden noch gefroren ist, die Sonne aber schon für Frühlingstemperaturen sorgt. Die immergrünen Gartenpflanzen verdunsten an sonnigen Tagen über die Grünmasse das Wasser, bekommen aber aus gefrorenem Boden nicht ausreichend Nachschub. Kirschlorbeer, Eiben, Bambus und viele andere Heckenpflanzen erfrieren nicht im Winter, sondern vertrocknen eher (dieses Problem ist dann als sog.  Frosttrocknis bekannt). Jetzt sollte man daher den Wasserhaushalt der Pflanzen sorgfältig kontrollieren und bei Bedarf ausreichend wässern. Gleiches gilt für Obstgehölze, die im März mit einer ausreichenden Wässerung auf die neue Wachstumssaison vorbereitet werden können. Ist bereits ausreichend Niederschlag gefallen, kann und sollte die Wässerung natürlich etwas geringer ausfallen, um Staunässe und die damit verbundenen Probleme zu vermeiden.

Vorbereitung für die Wachstumsphase: Düngen & Auflockern des Bodens

Die richtigen Bodenbeschaffenheiten im Garten sind wichtige Voraussetzung für ein gutes Pflanzenwachstum und eine wunderschöne Blütenpracht. Daher sollte man nach der kalten Jahreszeit ausreichend Zeit darauf verwenden, das Substrat vorzubereiten. Im Winter wird der Boden häufig stark verdichtet, so dass eine Auflockerung und Belüftung des Bodens jetzt im März zu den wichtigsten Gartenarbeiten gehört. Hier empfiehlt sich eine Kombination aus mechanischer Lockerung (bspw. durch Umgraben etc.) und das Einbringen von Kompost bzw. selbst hergestelltem Dünger aus dem Herbstlaub des letzten Jahrs. So wird der Boden aufgelockert und gleichzeitig mit wichtigen Nährstoffen versorgt, die die Pflanzen für die kommende Wachstumsphase gut nutzen können. Zusätzlich kann man auf Dünger aus dem Handel zurückgreifen, um für ein optimales und auf die Bedürfnisse der Garten- und Heckenpflanzen abgestimmtes Nährstoffangebot zu sorgen.

Pflanzzeit für Heckenpflanzen & andere Gartenpflanzen

Carpinus betulus / Hainbuche 60-80 cm wurzelnackt

Mit wurzelnackten Heckenpflanzen kann man – wie hier mit der Carpinus betulus / Hainbuche 60-80 cm wurzelnackt – günstig neue Hecken pflanzen

Mit den dauerhaft frostfreien Temperaturen beginnt für viele Gartenpflanzen die optimale Pflanzzeit. Der März ist ein sehr guter Monat für das Anlegen einer neuen Hecke, denn jetzt sind fast alle Heckenpflanzen lieferbar und können im März gut gepflanzt werden, so dass die Auswahl an Heckenpflanzen jetzt am größten ist und man auch viele preiswerte Optionen für die Neuanlage einer Hecke hat. Preisgünstige, wurzelnackte Heckenpflanzen bieten sich jetzt für all die an, die mit limitiertem Budget den Garten planen und etwas mehr Zeit mitbringen, bis die Hecken einen kompletten Sichtschutz bilden soll. Abhängig von den manchmal schnell steigenden Temperaturen sind wurzelnackte Heckenpflanzen in der Regel nur bis Anfang April verfügbar, so dass jetzt am besten frühzeitig die passenden, wurzelnackten Heckenpflanzen bestellt.
Aber nicht nur wurzelnackte Heckenpflanzen, sondern auch die immergrünen Klassiker – wie z. B. Kirschlorbeer, Thuja, Zypressen und Eiben – sind nun in großen Stückzahlen als Freilandware (sog. Ballenware) lieferbar. Zu einem guten Preis-Leistungsverhältnis kann man schnell mit diesen Pflanzen einen guten Sichtschutz für den Garten installieren kann.

Rasenpflege sollte auch im März beginnen

Natürlich gehört zu einem schönen Garten auch ein gepflegter Rasen. Nachdem im Winter eher weniger Rasenpflege notwendig war, bietet sich der März an, um den Rasen auf die kommende Sommersaison vorzubereiten. Stark vermooster sollte jetzt vertikutiert werden, um dem Rasen wieder Raum zum Wachsen und eine gute Belüftung zu geben. Gleichzeitig sollte man aber die Ursachen des Mooswachstums beheben, denn diese liegen in der Regel in den Standort- oder Bodenbedingungen begründet. Nur wenn man die Ursachen bekämpft, kann man nachhaltig etwas gegen das Mooswachstum im Rasen erreichen.

 

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