02 Februar – Schnee oder Frühlingswetter – das Wetter bestimmt die Gartenarbeit

Anders als der Jahr 2016 war der Januar in diesem Jahr  geprägt von dauerhafter Kälte, knackig kalten Temperaturen und vergleichsweise wenig Niederschlag. Was den Hobbygärtner jetzt im Februar erwartet, kann man nicht sagen, so dass man auf der einen Seite weiterhin mit kalten Temperaturen rechnen muss, aber ebenso flexibel auf steigende Temperaturen reagieren sollte. Ähnlich wechselhaft wie das Wetter sind dann auch die Gartenarbeiten, die an die dann individuell vorherrschende und lokale Wetterlage angepasst werden sollten. Ob Frostschutz, Bewässerung oder Frühjahrsschnitt – alles ist möglich und selbst erste Pflanzungen können je nach Witterung schon durchgeführt werden.

Ausreichende Bewässerung verhindert Schäden durch Frosttrocknis

Wie eigentlich im gesamten Jahr über begleitet das Thema Bewässerung den Hobbygärtner auch im Februar. Im Januar war es extrem kalt, der Boden war großflächig gefroren und gerade immergrüne Gartenpflanzen konnten nur schlecht den Wasserhaushalt ausgleichen – Frosttrocknis droht. Wenn dann noch die ersten frühlingshaften Tage dabei sind und die Sonne durchkommt, sollte man besonders auf eine passende Bewässerung achten. Durch die Sonne kann viel Wasser verdunsten, aber die Pflanzen können aus dem gefrorenen Boden nicht ausreichend Flüssigkeit beziehen und so drohen auch im Winter Trockenschäden (ca. 90% der Probleme im Winter haben als Ursache einen Wassermangel und nicht, wie häufig vermutet, ein „Erfrieren“ der Pflanzen). Besonders Kirschlorbeer, Buchsbaum, Rhododendron etc. – also Gartenpflanzen mit viel Grünmasse in den Wintermonaten – sind hier betroffen und milde Witterungsperioden sollten daher zur Bewässerung der Gartenpflanzen genutzt werden.

Winterschutz kontrollieren und für Belüftung sorgen

Für zahlreiche Kübelpflanzen und auch freistehende Gartenpflanzen hat man für den Winter einen Winterschutz installiert, der bspw. auch vor einer starken Verdunstung durch Wind schützen solle (bspw. sorgt ein Pflanzenvlies dafür, dass eine Pflanze in der kalten Jahreszeit weniger Wasser verliert). Diesen Winterschutz sollte man regelmäßig kontrollieren und für an wärmeren Tagen auch ruhig mal entfernen. So verhindert man Fäulnis unter dem Winterschutz. Besonders wenn der Winterschutz sehr dicht ist und gar keine Luft zirkulieren kann, kann es zu Fäulnis kommen, die durch eine warme und feuchte Witterung noch gefördert wird.

Schnee von immergrünen Pflanzen entfernen

Bambus Fargesia Muriela Jumbo

Auf Bambus-Pflanzen kann sich im Winter viel Schnee sammeln

Schnee ist auch im Februar keine Seltenheit. Je nach Lage kann es zu massiven Schneefällen kommen und der Schnee kann über viele Tage und Wochen liegenbleiben. Insbesondere immergrüne Gartenpflanzen haben dann eine große Schneelast zu tragen, was zum Abbrechen von Ästen oder Trieben führen kann. Der Schnee (gerade bei großen Schneemengen bzw. sehr feuchtem Schnee) sollte entsprechend regelmäßig von großen, immergrünen Gartenpflanzen entfernt werden. Speziell Bambus, Kirschlorbeer, Zypressen, Thuja und Eiben sollte man bei der Befreiung von der Schneelast berücksichtigen, damit diese immergrünen Gehölze nicht zu stark belastet werden und evtl. sogar Schaden nehmen.
Sommerblüher sollte man bei Schnee ebenfalls immer gut im Auge behalten. Zwar haben sie keine Grünmasse mehr im Winter, aber das Holz der Sommerblüher ist im Winter sehr brüchig und so können schon geringe Schneelasten zum Abbrechen von Trieben oder Ästen führen.
Generell gilt dieser „Schneeräumdienst“ für die Gartenpflanzen nicht nur bei akutem Schneefall, sondern auch dann wenn es etwas wärmer wird und Schnee liegt. Dann zu diesm Zeitpunkt erhöht sich die Schneelast durch die Feuchtigkeit des Schnees und die Pflanzen müssen ein Vielfaches des normalen Schneegewichts tragen, so dass dann sich die Gefahr erhöht, dass Äste oder Triebe von den Pflanzen abbrechen!
Neben diesem „Schneeräumdienst für Gartenpflanzen“ gibt es ebenso für die Rasenfläche ein paar Dinge zu beachten: Diese sollte man bei Schnee so wenig wie möglich betreten. Jedes Betreten verdichtet den Schnee und unter dieser extrem dichten Schneedecke können sich sich Rasenkrankheiten ausbreiten oder die gefrorenen Grashalme abbrechen.

Frühjahrsputz im Garten – Rückschnitt von Ziergehölzen & Heckenpflanzen

Wenn der Februar wärmere Tage bringt, kann man die Zeit kann man für einen „Frühjahrsputz“  im Garten nutzen. Insbesondere kann im Februar ein Rückschnitt an zahlreichen Gartenpflanzen und Gehölzen vorgenommen werden. Die typischen Sommerblüher, wie Schmetterlingsflieder etc., sollten jetzt zurückgeschnitten werden. Auch die meisten anderen Gartenpflanzen haben jetzt die Wachstumsphase vor sich, so dass ein Rückschnitt für diese diesen Pflanzen empfehlenswert ist, so dass sie ihre Energie auf die frischen Triebe fokussieren können. Ein gutes Beispiel ist der Blauregen / Wisteria. Mit seinem starken Wachstum kann dieser sogar zweimal im Jahr zurückgeschnitten werden – einmal direkt nach der Blüte und einmal jetzt im Februar, wobei man beim jetzigen Rückschnitt darauf achten sollte, dass man die neuen Blütenknospen nicht mit zurückschneidet, denn dann blüht der Blauregen nicht.
Die meisten Ziersträucher und Heckenpflanzen können an frostfreien, sonnigen Tagen zurückgeschnitten werden (mindestens sollte die Temperatur höher als -5°C sein, besser ist aber eine Temperatur von mehr als 0°C). Neben den Gehölzen und Heckenpflanzen ist es für Rosen jetzt ein guter Zeitpunkt für einen Rückschnitt. Auch Obstgehölze danken einen jetzt durchgeführten Auslichtungsschnitt mit neuen Trieben als Basis für eine reichliche Ernte.

Alte Blüten & eingetrocknete Früchte entfernen

Den Frühjahrsputz sollte man nicht nur in Form eines Rückschnitts machen, sondern auch alte Blüten und Früchte sollte man nun entfernen. Teilweise hängen an Obstgehölzen noch alte und häufig eingetrocknete Früchte, die genau wie alte Blüten jetzt abgesammelt werden können. Analog zum Rückschnitt ermöglicht diese Arbeit den Obstgehölzen, die Energie ganz auf die Ausbildung neuer Triebe zu fokussieren. Alte Blüten, man nun entfernen kann, findet man insbesondere an Winterblühern, die den Garten im Dezember und Januar mit ihrer Blütenpracht erfüllt haben.

Erste Frühjahrdüngung – am besten mit organischem Dünger

Clematis / Waldreben

Clematis / Waldreben gehören zu den Starkzehrern und freuen sich über eine Düngung

Viele Gartenpflanzen haben einen sehr großen  Nährstoffbedarf. Ob Clematis, Prachtstauden oder auch Rosen – diese und viele andere Gartenpflanzen benötigen besonders viele Nährstoffe im Laufe des Jahres und daher kann eine frühe Düngung vor dem ersten Austrieb ein gutes Reservoir für diese „Starkzehrer“ bilden. Zahlreiche organische Dünger wie Kompost (auch der aus dem Herbstlaub entstandene Kompost) und Hornspäne bieten sich hier an, um Rosen, Clematis und Prachtstauden mit wichtigen Nährstoffen zu versorgen und mit voller Energie in die Wachstumsphase zu schicken.

Erste Pflanzungen planen evtl. schon durchführen

Je nach lokaler Witterung kommt die Sonne im Februar so kräftig und langanhaltend durch, dass die ersten Neu-Pflanzungen für den Garten geplant und auch schon durchgeführt werden können. Gerade in milden Regionen, wie bspw. den Niederrhein-Tal oder stark urbanisierten Umgebungen können jetzt die ersten Gartenpflanzen in den Boden gebracht werden. Bspw. Stauden sind hier zu nennen, die schon sehr früh ausgepflanzt werden können.

 

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