Prunus / Kirschlorbeer

Pflanzzeit von Kirschlorbeer

Der Kirschlorbeer / Prunus kann als Ballenware im Frühjahr (Feb. / März/ April) und im Herbst (Sep. / Okt./ Nov.) gepflanzt werden.

Diese Zeitpunkte sind allerdings nur Richtwerte und entsprechend witterungsabhängig. Wintergrüne Gehölze verdunsten auch im Winter Wasser. Sie können es nur dann aufnehmen, wenn sie neue Wurzeln gebildet haben. Da im Herbst der Gartenboden noch warm ist, kann der frisch gepflanzte Kirschlorbeer bereits mit neuem Wurzelwachstum beginnen – eine ideale Startvoraussetzung für den Frühjahrsaustrieb und Trockenperioden im folgenden Jahr können besser überstanden werden.

Alternativ zum Herbst kann im Frühjahr gepflanzt werden. Dabei kann allerdings überraschend einsetzende Hitze insbesondere im späten Frühjahr dem gepflanzten Kirschlorbeer das Leben schwer machen, da Trockenperioden häufig noch während der Pflanzzeit auftreten. Hier entsteht ein erhöhter Pflegebedarf insbesondere in Bezug auf die Wasserversorgung, um einen problemlosen Anwuchs  zu ermöglichen.

Düngung von Kirschlorbeer

Zu Beginn der Wachstumsphase sollte der Kirschlorbeer mit einem Langzeitdünger (Depotdünger, z. B. Osmocote oder Basacote) gedüngt werden, um ihn aus dem Winterschlaf zu holen. In der Regel handelt es sich dabei um einen Mehrstoffdünger. Der Zeitraum der Düngeversorgung wird durch die die Kennzeichnung (bspw.  3-4 M) deutlich (in diesem Fall wird die Pflanze 3-4 Monate druch den Dünger mit Nährstoffen versorgt.

Neben dem Mehrstoffdünger bietet sich noch ein Dünger zur Stickstoffversorgung der Pflanzen an. Entec-Dünger (ebenfalls ein Langzeitdünger der Firma Compo) hat sich hier als gute Wahl erwiesen und wirkt auch über einen Zeitraum von 10-12 Wochen.

Die allgemeine Düngephase endet im Sommer (Juli), damit sich die Pflanzen auf dem Winter vorbereiten können. Lediglich eine Kalidüngung im August  / September ist empfehlenswert, um die Pflanze widerstandsfähig gegen Frost und Kälte zu machen. Die Pflanze wird dadurch beim Ausreifen unterstützt und erhält eine sattgrüne Farbe.

Wichtig: Nie auf trockenen Wurzelballen düngen!

Rückschnitt / Schneiden von Kirschlorbeer

Der Kirschlorbeer / Prunus sollte 2x pro Jahr geschnitten werden. Damit der Prunus gleichmäßig und dicht wächst, sollte er Mitte bis Ende Februar auf die gewünschte Höhe und Breite zurückgeschnitten werden.

Zum Sonnenanfang (um den 24. Juni;Johannistag) sollte ein zweiter, schwächerer Rückschnitt folgen. Mit diesem Schnittrhythmus kann der Kirschlorbeer perfekt in Form gehalten werden.

Der Kirschlorbeer sollte am Besten mit einer Handheckenschere geschnitten werden, da der Messerbalken einer eklektischen Heckenschere die Blätter häufig sehr stark beschädigt.

Krankheiten des Kirschlorbeer

Schrotschuss

Symptome:

Zuerst Flecken 3-10 mm mit rotem Hof umgeben, fallen später heraus, die Blätter wirken wie durch Schrot verletzt.

Bekämpfung:

  • abfallendes Laub entfernen
  • Winterschnitt und somit entfernen der Infektionsstellen
  • Fungizidbehandlung, z. B. durch Universal Pilz-frei von Compo

Echter und Falscher Mehltau

Symptome falscher Mehltau:

Die Blätter verkrüppeln, häufig nur ein leichter Belag auf der Blattoberseite dafür ein

stärkerer auf der Blattunterseite. Tritt meist ab August auf.

Bekämpfung:

Fungizidbehandlung, z. B. durch Universal Pilz-frei von Compo.

Symptome echter Mehltau:

Der Belag ist auf der Blattoberseite und lässt sich wegwischen, kommt eher selten vor.

Bekämpfung:

Fungizidbehandlung, z. B. durch Universal Pilz-frei von Compo.

Weitere Schadursachen an Kirschlorbeer

Frost

Der sonst so robuste Kirschlorbeer zeigt sich nach einem doch sehr strengen Winter von einer etwas anderen Seite. So mancher wintergrüne Zierstrauch wurde eiskalt von der Frostperiode erwischt. Leider fehlte in vielen Regionen die schützende Schneedecke. Der Frost drang bei ungeschützten Pflanzen bis zu 35 cm tief in den Boden ein. Das im Boden vorhandene Wasser gefriert zu Eis und die Pflanzen haben nun keine Möglichkeit Wasser aufzunehmen.
Windige Lagen und sonnige Standorte tun ihr Übriges, und eine starke Verdunstung von Wasser findet jetzt an den Blättern statt. Da aber keine Nachlieferung von unten erfolgt , vertrocknen die Blätter.
Besonders anfällig für diese Art von Frostschäden, die eigentlich Trockenschäden heißen sollten, ist der großblätterige Kirschlorbeer. Betroffene Pflanzen bekommen braune Blätter, die dann auch später abfallen. Durch einen kräftigen Rückschnitt, werden die braunen Blätter entfernt und die Hecke regeneriert sich danach wieder sehr schnell.
Vorbeugend
könnte der Wurzelbereich mit Laub und der wintergrüne Teil mit einem Flies abgedeckt werden. Diese Maßnahme schützt die Pflanzen vor Verdunsten.

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