Thuja occidentalis / Lebensbaum

Der Lebensbaum (Thuja occidentalis) ist ein wintergrünes Nadelgehölz. Er ist sehr frosthart und zeichnet sich daher  durch seine gute Winterfestigkeit aus.
Hinzu kommt ein schneller Wuchs, welcher den Lebensbaum besonders als Heckenpflanze zu Gute kommt.
Die Thuja ist im Allgemeinen anspruchslos bzgl. des Standorts. Sie liebt jedoch den frischen bis feuchten nährstoffreichen Boden.

Der Lebensbaum ist ein schnellwachsendes Gehölz, das sich gut verzweigt und einen dichten Sichtschutz bietet. Er hat eine schmale Krone, ist sehr langlebig und ist gut schnittverträglich. Durch einen 2-maligen Schnittrhythmus im Jahr verzweigt sich der Lebensbaum noch besser und wird noch einheitlicher und dichter.Die Thuja ist ein beliebtes, katzensicheres Nistgehölz und bietet so der heimischen Fauna einen optimalen Lebensraum. Außerdem bilden die Samen der Lebensbäume in den Wintermonaten für viele Vogelarten eine gute Futtergrundlage.

Pflanzzeit

Der Lebensbaum zählt zu den Nadelgehölzen (Koniferen). Diese Gehölzgruppe reagiert positiv auf eine frühe Herbstverpflanzung. Zu dieser Jahreszeit haben die Pflanzen gute Möglichkeiten, neue Wurzeln (Haarwurzeln) zu bilden, die für die Wasseraufnahme wichtig sind. Durch die Wurzelbildung ist die Pflanze im Boden verankert und friert bei starken Frösten nicht hoch. Die herbstlichen Niederschläge können optimal genutzt werden und ersparen oftmals eine zusätzliche Bewässerung.

Die Herbstpflanzung bietet somit einen Wachstumssprung für den Lebensbaum. Oberirdisch ist dieses Wachstum nur wenig sichtbar, aber durch den warmen Herbstboden wird die Ausbildung des Wurzelwerkes stark vorangetrieben. Durch diese Vorleistung im Herbst erhält der Lebensbaum bessere Startbedingungen für das Frühjahr und wächst leichter und stärker in den nächsten Sommer.

Die Thuja ist allerdings durch ihr robuste und ebenso genügsame Art sehr flexibel bzgl. der Pflanzzeitpunktes und kann auch im Frühjahr (Februar/März/April) gepflanzt werden. Abhängig von der Witterung ist sogar eine Pflanzung im Mai möglich. Hier ist zu beachten, dass plötzlich eintretende  Hitze und Trockenheit den Lebensbäumen bei Anwuchs Probleme bereiten und ein zusätzliches und regelmäßiges Gießen unerlässlich wird.

Düngung vom Lebensbaum

Der Lebensbaum zählt zu mittel- bis starkzehrenden Gehölzen. Je nach Nährstoffgehalt des Bodens benötigt er in seiner Entwicklungszeit Dünger. Bei gut versorgten Böden reicht unter Umständen eine geringe Düngung. Um den Nährstoffgehalt des Boden feststellen zu lassen, empfiehlt sich eine Bodenuntersuchung (bspw. bei der landwirtschaftlichen Untersuchungs- und Forschungsanstalt, LUFA, für einen geringen Betrag durchführbar). So kann der Nährstoffgehalt und auch der pH-Wert des Bodens exakt bestimmt werden und ein Überdüngen wird vermieden.

Nach einer Herbstpflanzung sollte eine Düngung im Frühjahr zu Beginn der Vegetationsphase erfolgen. Hier eignet sich z. B. Koniferen – Langzeit Dünger von Compo. Dieses ist ein Volldünger, der gleichzeitig auch wichtige Spurenelemente enthält. Dieser hochwertige Dünger bietet eine bequeme und wirkungsvolle Nährstoffversorgung mit langer Wirkungsdauer. Eine Düngergabe reicht aus, um den Anfangsbedarf und den Folgebedarf (bis 5 Monate) zu decken.

Es gibt ebenfalls organisch mineralische NPK – Dünger (so werden Dünger bezeichnet, die Stickstoff [N], Phosphor [P] und Kalium [K] enthalten) verschiedener Hersteller (Oscorna), die sich ebenfalls hervorragend eignen. Diese Dünger haben bei richtiger Anwendung eine natürliche Langzeitwirkung ohne Gefahr von Überdüngung und Versalzung. Die Düngung einer frisch gepflanzten Thuja im Frühjahr kann nach ca. 4 Wochen (mit organischem Dünger wie Hornspänen o. Knochenmehl) erfolgen. Später als Mitte Juli sollte die Düngung allerdings nicht erfolgen, da die neugebildeten Triebe sonst nicht mehr ausreifen können und frostgefährdet sind. Durch eine rechtzeitiges Beenden der Düngemaßnahmen können Sie entsprechend Frostschäden vermeiden.

Lebensbaum schneiden

Hat man sich für den Lebensbaum als Heckenpflanze entschieden, so bietet er einen guten Sichtschutz, bedingt durch den schnellen und dichten Wuchs der Thuja. Sie ist ebenso sehr schnittverträglich und lässt sich zu fast jeder gewünschten Höhe und Breite formen. Je nach Sorte ist ein Schnittrhythmus von bis zu zwei Mal pro Jahr erforderlich, um einen dauerhaften, einheitlichen und dichten Sichtschutz zu bekommen.

Es ist sehr darauf zu achten, dass keine Lücken in die Hecke geschnitten werden, d. h. man sollte nie in dem Bereich schneiden, an dem sich braune, abgestorbene Pflanzenteile befinden. Es darf nur bis zu den noch grünen Trieben geschnitten werden – andernfalls kann es sehr lange dauern bis sich die Lücke schließt. Im schlimmsten Fall schließt diese Hecke überhaupt nicht mehr. Der optimale Termin für einen kräftigen Rückschnitt ist das Frühjahr (vor Beginn des Austriebs). Das etwas unnatürliche Aussehen der Hecke durch den Rückschnitt ist dann nur für kurze Zeit sichtbar.

Der zweite Zeitpunkt ist Ende Juni (24. Juni Johannis). Je nach Witterung setzt die Pflanze hier eine kleine Wachstumspause ein, wodurch die beim Schnitt entstandenen Wunden verschlossen werden. Das zügige Verwachsen der Schnittstellen lässt die Hecke schnell wieder optimal aussehen, ein weiterer Schnitt im August / September ist oft nicht mehr nötig.

Krankheiten

Pilzerreger an dem Lebensbaum (Thuja)

Phytopthora

Symptome:

Nadeln der Thuja verfärben sich gelb bis braun, diese Symptome treffen häufig nach längeren warmen Wetterperioden auf.

Auch bei leichten Senken, dort wo Staunässe auftritt, kommen nestweise Ausfälle durch Phytophtora vor.

Bekämpfung:

  • Pflanzen mit deutlichen Welksymptomen sollten entfernt werden.
  • Funggizidbehandlung, z. B. Bayer Gartenspezial Pilz frei oder Universal Pilz frei von Compo bzw. Gartenkupferkalk von Bayer wirken vorbeugend.

Didimascella thyjina

Symptome:

  • Die Nadeln bzw. die Schuppen der Thuja weisen tiefbraune Flecken auf.
  • Im Frühjahr tritt dann häufig eine gelbliche bis fahlgrüne Nadelverfärbung auf.

Bekämpfung:

  • Die befallenen Triebe bis ins gesunde Holz zurückschneiden.
  • Eine Fungizidbehandlung im Spätsommer mit Dithane Neo Tec von Compo (haftet sehr gut an den Pflanzen und ist regenbeständig).

Kabatina

Symptome:

  • Meist an den jungen Trieben verfärben sich die Nadeln gelb-braun. Die Rinde verbräunt ebenfalls und man erkennt eine scharfe Abgrenzung zum gesunden Holz.
  • Die Triebe werden brüchig und sterben ab. Häufig sind auch schwarze Pusteln zu erkennen.

Bekämpfung:

  • Kräftiger Rückschnitt – bis ins gesunde Holz.
  • Behandlung mit einem Belagsfungizid, z. B. Ditane Neo Tec von Compo.

Tierische Schädlinge

Thujaborkenkäfer

Symptome:

  • Der Fraß durch den Käfer an dünnen Trieben beginnt im Herbst (Okt. / Nov.) und führt zum Schaden.
  • Diese Schädigung ähnelt einem Trockenschaden. Die Triebe brechen aber an der Basis ab.

Bekämpfung:

  • Befallene Pflanzen entfernen.
  • Insektizidbehandlung – Wirkstoffgruppe Pyrethroide, z. B. Fastac Forst (BASF). Dieses Mittel wirkt als Fraß- und Kontaktgift.

Thujamimiermotte

Symptome:

  • Die Triebspitzen sind ausgehöhlt und vertrocknet.
  • Das Gewebe verfärbt sich grau.
  • Die Mimiermotte kann auch an frostfreien Tagen im Winter fressen.
  • An den Übergangsstellen zwischen gesundem und geschädigtem Triebteil sind kreisrunde Ausbohrlöcher zu erkennen.
  • Abgestorbene Triebteile brechen später ab.

Bekämpfung:

  • Befallene Triebe herausschneiden
  • Insektizidbehandlung mit Celaflor Schädlingsfrei Dimilin. Es besitzt eine Fraßwirkung. Allgemein reicht eine Behandlung aus.

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