Krankheiten & Schädlinge vom Kirschlorbeer / Prunus

Krankheiten des Kirschlorbeer

Schrotschuss beim Kirschlorbeer

Der Schrotschuss ist ein pilzliche Erkrankung, die Kirschlorbeer insbesondere in besonderen Stressphasen befallen kann. So können bspw. neu gepflanzte Kirschlorbeer geschwächt sein und dadurch anfälliger für Schrotschuss sein.

Symptome des Schrotschuss:

Zuerst Flecken 3-10 mm mit rotem Hof umgeben, fallen später heraus, die Blätter des Kirschlorbeer / Prunus wirken wie durch Schrot verletzt, daher stammt auch der Name der Krankheit

Bekämpfung des Schrotschuss:

  • abfallendes Laub vom Kirschlorbeer entfernen
  • Winter-Rückschnitt, so dass die Infektionsstellen vom Prunus entfernt werden
  • Fungizidbehandlung, z. B. durch Universal Pilz-frei von Compo

Echter und Falscher Mehltau

Mehltau ist eine Erkrankung des Kirschlorbeer, die sich in zwei Arten zeigen kann: Echter und falscher Mehltau. Beide Erkrankungen haben gewisse Ähnlichkeiten, sind aber bei genauerem Hinsehen nicht schwer zu unterscheiden. Beide Erkrankungen werden beim Kirschlorbeer durch Schadpilze hervorgerufen.

Symptome des falschen Mehltau an Kirschlorbeer-Pflanzen:

Die Blätter des Kirschlorbeer verkrüppeln und häufig ist nur ein leichter Belag auf der Blattoberseite zu sehen, dafür ein stärkerer Belag auf der Blattunterseite. Der falsche Mehltau tritt meist ab August auf.

Bekämpfung des falschen Mehltau an Kirschlorbeer:

Empfehlenswert gegen den falschen Mehltau ist eine Fungizidbehandlung, z. B. durch Universal Pilz-frei von Compo.

Symptome des echten Mehltau an Kirschlorbeer:

Der Belag ist auf der Blattoberseite der Kirschlorbeer-Pflanzen und lässt sich wegwischen. Im Vergleich zum falschen Mehltau kommt der echte Mehltau eher selten vor.

Bekämpfung des echten Mehltau am Kirschlorbeer:

Empfehlenswert ist auch beim echten Mehltau eine Fungizidbehandlung der befallenen Prunus-Pflanzen, z. B. durch Universal Pilz-frei von Compo.

Weitere Schadursachen an Kirschlorbeer

Trockenschäden durch Frost im Winter

Der sonst sehr robuste Kirschlorbeer zeigt sich nach einem sehr strengen Winter teilweise von einer etwas anderen Seite. Das im Boden vorhandene Wasser gefriert zu Eis und die Kirschlorbeer haben nun keine Möglichkeit Wasser aufzunehmen.
Windige Lagen und sonnige Standorte tun ihr Übriges, und eine starke Verdunstung von Wasser findet jetzt an den Blättern statt, denn immergrüner Kirschlorbeer behält ja auch im Winter sehr viel Grünmasse. Da aber keine Nachlieferung von unten erfolgt , vertrocknen die Blätter und es kommt zu einer Vertrocknung des Kirschlorbeer.
Besonders anfällig für diese Art von Frostschäden, die eigentlich Trockenschäden heißen sollten, ist der großblätterige Kirschlorbeer. Betroffene Pflanzen bekommen braune Blätter, die dann auch später abfallen. Durch einen kräftigen Rückschnitt, werden die braunen Blätter entfernt und die Hecke regeneriert sich danach wieder sehr schnell.
Vorbeugend könnte der Wurzelbereich mit Laub und der wintergrüne Teil mit einem Flies abgedeckt werden. Diese Maßnahme schützt die Pflanzen vor Verdunsten.

Um Schäden am Kirschlorbeer durch strenge Winter und ein damit einhergehende Vertrocknung zu vermeiden, sind auch die Beiträge zur Winterhärte von Gartenpflanzen und richtigen Bewässerung von Gartenpflanzen empfehlenswert.

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