Bambus Fargesia Murielae / Gartenbambus

Die Bambus-Fargesia Arten gehören zu den schönsten immergrünen Pflanzen und sind in der Gartengestaltung vielseitig einsetzbar, so dass diese Bambus-Sorten auch bei vielen Gartenfreunden und Hobbygärtnern zu den beliebtesten zählen. Aufgrund ihres strengen horstartigen Wuchses können sie auch in Hausgärten und auf kleineren Gartenflächen Verwendung finden.

Fargesia murielae 'Jumbo'

Fargesia murielae ‚Jumbo‘ – bietet einen tollen Sichtschutz als Heckenpflanze

Durch ihre sehr dichte Halmstellung bieten die Bambus-Fargesia Arten einen ausgezeichneten Wind- und Sichtschutz. Somit können diese Bambus-Sorten u.a.  gut als freiwachsende Hecke im Garten gepflanzt werden, aber auch als Solitär oder als Kübelpflanzen auf Dachterrassen und Balkons ist der Bambus eine gute Option. Es sollte jedoch beachtet werden, dass die Halme des Bambus im ersten Jahr straff aufrecht wachsen, danach aber ein wenig bogig überhängen. Diese malerischen, schirmartigen überhängenden Halme bieten eine tolle Optik, bei der Planung der Standorte sollte dieser Platzbedarf des Bambus berücksichtigt werden.
Der Bambus liebt einen halbschattigen bis sonnigen windgeschützten Standort. An den Boden stellt er keine besonderen Ansprüche, gedeiht aber  besonders gut auf durchlässige, feuchte bis frische nahrhafte Böden. Der Bambus Fargesia murielae ist frosthart und liebt eine hohe Luftfeuchtigkeit. Sein Wuchs ist wie bereits oben erwähnt horstig; er bildet im Gegensatz zu anderen Bambus Arten nur sehr kurze Wurzelausläufer, die aber den Boden sehr intensiv durchwurzeln. Eine Rhizomensperre / Wurzelsperre ist beim Bambus Fargesia Murielae.
Bei anhaltender Trockenheit rollte er seine Blätter zusammen, so dass dies ein wichtiges Signal ist, dass der Bambus gewässert werden muss.
Auch bei vielen Vogelarten ist der Bambus als Nistplatz beliebt, denn hier können sie ihre Nester bauen und sind vor Katzen gut geschützt.

Optimale Pflanzzeit des Bambus Fargesia Murielae

Ein guter Zeitpunkt zum Pflanzen des Gartenbambus ist der Herbst ab September, wenn die Hitze vorbei ist und die herbstlichen Niederschläge einsetzen. Die Bambus-Pflanzen haben dann noch ausreichend Zeit, um neue Wurzeln zu bilden und sich am neuen Standort zu akklimatisieren. Aufgrund der in der Regel hohen Niederschläge im Herbst müssen sie auch nicht ständig gewässert werden. Gleichzeitig werden durch die Herbstpflanzung ideale Startbedingungen für das folgende Frühjahr geschaffen. Neben dem Herbst eignest sich auch der auch der Frühling als guter Pflanzzeitpunkt für den Gartenbambus, bevor die Pflanzen austreiben. Hier sollte man allerdings eine erhöhte Aufmerksamkeit auf eine ausreichende Wasserzufuhr legen, denn plötzlich einsetzende Hitze und Trockenheit im späten Frühjahr kann dem Bambus die Anwachsphase erschweren. Dann ist ein regelmäßiges und intensives Gießen unumgänglich, um auch hier ein gutes Anwachsen Bambus sicherzustellen.
Vor dem Einpflanzen ist es empfehlenswert, den Boden zu mulchen. Das erleichtert dem Bambus das Anwachsen und der Boden bleibt durch den eingebrachten Mulch gleichmäßig feucht und warm.

Empfehlungen zur Düngung von Bambus

Der Gartenbambus gehört zu den Starkzehrern, das bedeutet er braucht für ein optimales Wachstum einen nährstoffreichen Boden mit einem hohen Stickstoffgehalt (Stickstoff = N). Bezüglich des pH-Werts ist der Bambus sehr tolerant und fühlt sich auf schwach saurem bis schwach alkalischem Böden wohl.
Zu Beginn der Wachstumsphase im März / April sollte Gartenbambus gedüngt werden, wobei ein Volldünger eine gute Wahl darstellt (diese haben in der Regel einen vergleichsweise hohen Stickstoff-Anteil). Ab Ende Juli / Anfang August sollte die Nährstoffgabe mit Volldünger eingestellt werden. Eine Düngung über diesen Zeitraum hinaus mit stickstoffbetontem Volldünger könnte dann zu einem Wachstumsschub im Herbst führen und die dann neu ausgebildeten Triebe des Bambus können vor dem bevorstehenden Winter nicht ausreifen bleiben krautig und sind somit frostgefährdet.
Zum Düngung eignet sich als Naturdünger z. B. verrotteter Mist, denn dieser besitzt einen hohen Anteil an Stickstoff.  Wenn kein Mist als Naturdünger zur Verfügung steht, eignen sich als Alternative auch sämtliche stickstoffhaltigen Dünger. Im Handel sind hier z. B. Hornspäne, Rinderdung oder auch spezielle Bambusdünger erhältlich.
Die Anwendung von Hornspänen ist relativ einfach und noch dazu auch sehr preisgünstig. Hornspäne wirken vergleichsweise langsam, denn die Mikroorganismen im Boden müssen zunächst die Nährstoffe pflanzenverfügbar machen. Somit kann bei diesem Dünger im Prinzip keine Überdüngung stattfinden.
Blaukorn ist ein weit verbreiteter, stickstoffbetonter Mineraldünger. Der Vorteil des Blaukorns ist, dass die die Nährstoffe unmittelbar pflanzenverfügbar und damit für den Bambus zu verwerten sind. Er ist somit ein schnell wirkender Dünger. Allerdings hat Blaukorn nicht den positiven Nebeneffekt der Bodenverbesserung, wie es bei den organisch wirkenden Düngern der Fall ist (Mulch, Mist und Hornspäne lockern den Boden auf). Gleichzeitig ist bei der Verwendung von Blaukorn als Bambus-Dünger eine Versalzung des Bodens durch Überdüngung möglich, auch eine Verbrennung der Wurzeln kann die Folge einer Überdüngung mit Blaukorn sein, so dass man bei der Düngung mit Blaukorn die entsprechende Vorsicht walten lassen sollte.
Eine sehr gute Düngung des Bambus kann man durch die abgefallenen Blätter vornehmen. Diese sollten um den Wurzelbereich der Pflanze verteilt werden, denn sie enthalten Kieselsäure (gebundenes Silicea) – ein sehr wichtiges Spurenelement (Pflanzennährstoff) für den Bambus.
Eine gute Alternative ist auch ein spezieller Bambus-Langzeit-Dünger der Firma Compo. Dieser stickstoffbetonte Volldünger besitzt neben den Hauptnährstoffen auch Spurenelemente wie bspw. Silizium und versorgt den Gartenbambus mit allen notwendigen Nährstoffen.

Tipps zum Rückschnitt vom Bambus

Ein großer Vorteil gegenüber den meisten immergrünen Heckenpflanzen ist, dass der Bambus nicht regelmäßig geschnitten werden muss. Damit der Bambus seine Schönheit behält, sollten nach Möglichkeit nur die abgestorbenen und alten Halme herausgeschnitten werden. Die Pflanze bildet neue Triebe aus – somit bleibt die Dichte der Pflanze erhalten und behält weiterhin seine Funktion als Sicht- und Windschutz.
Bei älteren Bambus-Pflanzen kann ggf. ein Verjüngungsschnitt vorgenommen werden. Dabei sollte man aber nach Möglichkeit nie mehr als ein Drittel der alten Triebe und Halme herausnehmen, denn die alten Triebe übernehmen eine Art Stützfunktion für die neuen jungen und weichen Triebe vom Gartenbambus.
Der Bambus kann auch in der Höhe eingekürzt werden, er verzweigt sich dann stärker und wird dadurch noch buschiger. Vorsicht durch diese Maßnahme der Bambus ggf. sein typisches Erscheinungsbild verändern bzw. auch verlieren.

Hier finden Sie Informationen zu den häufigsten Krankheiten und Schädlinge am Garten-Bambus Fargesia und den passenden Gegenmaßnahmen

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