Gartenarbeiten im April – Düngung, Rückschnitt, Neupflanzungen und vieles mehr

Nachdem der Winter in der ersten Märzhälfte sich nochmal von seiner frostigen Seite gezeigt hat, steigen jetzt die Temperaturen doch langsam aber stetig und die Flora und Fauna im Garten steuert dem Frühling entgegen. Entsprechend zum immer wieder wechselhaften Wetter im April müssen Hobbygärtner und Gartenfreunde jetzt flexibel reagieren können; gleichwohl sollte ein Fokus nun darauf liegen, den Garten auf die Wachstumsphase vorzubereiten: Daher sind im April bei den Gartenarbeiten vor allen Dingen  Düngung, Rückschnitt und natürlich Neupflanzung im Garten die wichtigsten Themen.

Frühjahrs-Düngung sorgt für kräftiges Wachstum

Bei einem Großteil der Gartenpflanzen beginnt die stärkste Wachstumsperiode und häufig auch die Blütezeit ab Mai / Juni. Der Zuwachs wird in der Regel über viel Grünmasse in Form von Blättern und Nadeln, aber auch neue Blüten erreicht, so dass zu diesem Zeitpunkt die Versorgung mit Nährstoffen besonders wichtig. Nur dann können die Pflanzen sich voll in der Wachstumsphase entfalten, kräftig wachsen und wunderbare Blüten ausbilden. Gerade Vielzehrer wie Rosen, Rhododendron und viele Staudensorten belohnen ein gutes Nährstoffangebot mit einer wunderbaren Blütenpracht und lassen den Garten in leuchtenden Farben erstrahlen.
Für die Frühjahrsdüngung wird ein stickstofflastiger Dünger empfohlen. Organische Dünger eignen sich zu diesem Zeitpunkt, um die ausreichende Versorgung mit Stickstoff, einem der drei Hauptnährstoffe (neben Kalium und Phosphor) sicherzustellen. Im Baumarkt und Gartencenter gibt es auch Kunstdünger. Wir ziehen allerdings Naturdünger für die Gartenpflanzen vor, denn mit naturnahmen Dünger wird nicht nur die Umwelt geschont, auch erfreut sich das naturnahe Gärtnern bei immer mehr Gartenfreunden wachsender Beliebtheit. Außerdem gibt es im Bereich der Naturdünger schon eine Vielzahl von Möglichkeiten, so dass man auf Kunstdünger in der Regel verzichten kann. Hornspäne sind bspw. ein guter Naturdünger, denn dieser Stickstoffdünger hat sowohl eine gute Sofortwirkung, gibt aber auch nach längerer Zeit noch Nährstoffe an die Pflanzen ab. Dabei sollte man für die Dosierung ungefähr 100-120g Hornspäne pro m² rechnen. Ebenso empfehlenswert ist der selbst hergestellte Dünger, den man bspw. aus dem Herbstlaub des vorherigen Jahres produziert hat (hier gibt es Tipps, wie man aus Herbstlaub mit wenig Aufwand guten Dünger herstellt).

Pflanzzeit für Rhododendron und andere Blühpflanzen

Rhododendron Hybride 'Herbstfreude' / Rhododendron 'Herbstfreude'

Die Herbstblühende Rhododendron „Herbstfreude“ macht ihrem Namen alle Ehre

Der April ist für Rhododendron – wie auch für vieel andere Gartenpflanzen – der perfekte  Pflanzzeitpunkt. In diesem Monat sind viele Gartenpflanzen als Ballenware verfügbar, die ein gutes Preis-Leistungsverhältnis hat und gleichzeitig bei den meisten Pflanzen sehr gut funktioniert. Wer etwas flexibler beim Pflanzzeitpunkt sein möchte, kann auf die sogenannten Containerpflanzen zurückgreifen, denn sie sind ganzjährig pflanzbar und nicht, wie bspw. die sogenannte Ballenware, an enge Zeitfenster im Jahr gebunden, in denen sie gepflanzt werden können. Ein besonderes Highlight sind herbstblühende Rhododendron, die gleich zweimal im Jahr blühen können. Normalerweise zeigen Rhododendron ihre Blüte im Mai / Juni. Neue herbstblühende Rhododendron-Sorten zeigen sich bei guten Bedingungen gleich zweimal im Jahr von ihrer schönsten Seite – einmal im Mai / Juni und noch einmal im September /Oktober. Die herbstblühenden Rhododendron sind ebenfalls bspw. als Ballenware erhältlich  und können im April sehr gut neu angepflanzt werden.

Rückschnitt –  auch im April eine wichtige Aufgabe

Während Hecken im April nur noch einen leichten Formschnitt bekommen sollten (ab 1.3. gilt aus Gründen des Vogelschutzes, dass Hecken nur noch einen leichten Formschnitt bekommen dürfen) und auch die meisten Obstgehölze bereits in den Vormonaten zurückgeschnitten wurden, können und sollte Frühjahrsblüher nach der Blütezeit jetzt zurückgeschnitten werden. Die typischen Frühjahrsblüher sind oftmals schon Mitte April verblüht, so dass dann ein perfekter Zeitpunkt für einen Rückschnitt ist. Im Laufe des Jahres bilden die Frühjahrsblüher dann neue Triebe aus, die die Basis für neue Blüten des Folgejahres sind. Forsythien, zahlreiche Johannisbeer-Sorten und andere Frühlingsblüher können nach ihrer Blüte so zurückgeschnitten werden und ihre Energie auf die Neubildung der Triebe konzentrieren.
Neben den Frühjahrsblühern ist der April auch ein guter Zeitpunkt für den Rückschritt von Rosen. Ob Beetrosen, Hochstammrosen oder auch andere Rosensorten, mit einem sog. „Frühlingsschnitt“ kann eine ideale Basis für ein prächtiges Wachstum geschaffen werden, was die Rosen mit einer prächtigen Blüte belohnen.

Dies ist nur ein Auszug aus unserem kompletten Ratgeber der Gartenarbeit im April – diesen finden Sie hier: Gartenarbeiten im April.

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