Garten gestalten: Welcher Pflanzkübel ist der Richtige für meinen Garten?

Wir Deutschen verbringen im Sommer doch am liebsten die Freizeit im – wie der Name schon sagt – Freien. Ob grillen mit den Freunden, faulenzen und Bücher lesen auf der Liege oder plantschen im Pool. Ohne unseren Garten wäre es doch nur halb so schön.

So ist es auch nicht verwunderlich, dass viele Gartennutzer immer mehr Wert auf einen gepflegten, toll angelegten und auch nützlichen Garten legen. Ein Beweis hierfür ist die steigende Nachfrage nach Robotern, welche kontinuierlich den Rasen mähen. Ein anderes Indiz sind knapp 30 Millionen Hashtags zum Thema „garden“ und über 1,25 Millionen Hashtags zum Thema „garten“ auf Instagram aktuell.

Damit diese Gartenliebe nicht irgendwann zum Frust wird, weil andauernd eure Pflanzen eingehen und neue beschafft werden müssen, erhaltet ihr hier nützliche Tipps und Tricks, wie die Dauerbepflanzung im Pflanzkübel mühelos gelingt und ihr lange Freude an euren blühenden Pflanzen habt. Los geht’s.

Unterschied Pflanzkübel und Übertöpfe für Pflanzen

Zum besseren Verständnis möchten wir zuerst die Unterschiede von Pflanzgefäßen erläutern. Zum einen gibt es Pflanzkübel oder auch Blumenkübel, zum anderen Blumentöpfe und Übertöpfe. Pflanz- und Blumenkübel sind große Gefäße, welche meist viel Volumen für Substrat bieten und somit bestens geeignet sind für große Pflanzen. Zudem verfügen Pflanzkübel, wie auch Blumentöpfe, über ein Loch im Boden. Dieses Ablaufloch sorgt dafür, dass Gieß-, Regen- oder Schmelzwasser aus dem Kübel austreten kann und kein Stauwasser entsteht. Anders als Blumenkübel sind Blumentöpfe wesentlich kleiner und sind aus diesem Grund auch eher für kleinere Pflanzen gedacht. Übertöpfe hingegen werden in der Regel nicht direkt bepflanzt, sondern dienen hauptsächlich dekorativen Zwecken. Außerdem finden Übertöpfe im Innenbereich gebrauch, um auslaufendes Wasser aufzufangen. Überlegen sie sich also vorher, welche Pflanzen sie kaufen möchten und richten danach, welche Art von Gefäßen sie für welche Pflanzen benötigen.

Je nach Einsatz unterscheiden sich Größe und Material von Pflanzkübeln

Neben der richtigen Größe der Pflanzkübel bzw. Blumentöpfe spielt das Material des neuen Gefäßes eine wichtige Rolle. Nicht jedes Material ist auch für jeden Einsatz geeignet. So ist es beispielsweise nicht ratsam, mit Kübel aus Holz im Outdoorbereich zu arbeiten. Wieso erklärt ihnen die folgende Liste mit einer kurzen Übersicht zu den gängigsten Materialien sowie deren Vor- und Nachteile.

Terrakotta: Ein Stück Urlaub aber auch viel Arbeit

Kübel aus Terrakotta zählen wohl zu den traditionellsten Gefäßen. Terrakotta assoziieren wir unumgänglich mit Urlaub – und so kann sich jeder ein Stück Urlaub nach Hause holen. Man sollte sich jedoch im Klaren darüber sein, dass Terrakotta auf Grund der porösen Struktur viel Wasser aufnimmt. Heißt: Viel gießen im Sommer und frostanfällig im Winter. Außerdem sind Töpfe und Kübel aus Terrakotta relativ schwer. Auch Kalkflecken an den Außenseiten kann bei Terrakotta zu Problemen oder unschönem Aussehen führen.

Fiberglas: Leicht, langlebig und frosthart

rechteckiger Fiberglas Pflanzkübel TUB

Rechteckiger Fiberglas Pflanzkübel TUB

Immer beliebter weil sehr viele Vorteile. Fiberglas ist ein pflegeleichtes und enorm langlebiges Material, welches immer mehr Zuspruch bekommt. Kein Wunder, denn das leichte Gewicht in Kombination mit der hervorragenden Frostbeständigkeit und den tollen Isolationseigenschaften von Glasfaser machen dieses Material beinahe konkurrenzlos. Vor dem Bepflanzen sollten aber noch Löcher in den Boden des Kübels gebohrt werden. Diese sind bei Fiberglaskübeln leider selten vorhanden.

Fibreclay / Fiberglas-Stein: Vorteile von Fiberglas natürlicher Optik

Fibreclay ist ein wirklich wahnsinnig tolles Material. Alle Vorteile von reinen Fiberglasgefäßen finden sich auch bei Fiberglas-Stein Kübeln wieder. Optisch setzen vor allem große Pflanzkübel in rechteckiger Form aus Fiberglas noch einen drauf: Durch das Fiberglas-Stein Gemisch haben diese Kübel eine sehr natürlich Oberflächenstruktur wie Terrakotta oder Stein, wiegen jedoch um einiges weniger. Stoß- und frostfest, strapazierfähig und witterungsbeständig.

Keramik: Altbewährt und in vielen Varianten erhältlich

Keramik ist neben Terrakotta ein altbewährtes Material und eignet sich bestens für den Innenbereich. Viele verschiedene Farben und Formen sorgen für ein reichhaltiges Angebot. Töpfe und Kübel aus Keramik sind zudem sehr wasserfest und bieten sich aus diesem Grund für den Inneneinsatz an. Doch bitte vermeiden sie Staunässe: Hierdurch können nach längerer Zeit Wasserränder auf dem Untergrund entstehen.

Zink: Rostet nicht und ist leichter als andere Materialien

Verglichen mit anderen Metallen hat Zink den Vorteil, dass es nicht rostet. Daher bieten sich Zinktöpfe und Zinkkübel sowohl für den Indoor- als auch den Outdoorgebrauch an. Ein weiterer Pluspunkt ist das recht leichte Gewicht von Zinkgefäßen. Vorsicht ist jedoch bei der Qualität geboten: Investieren sie lieber etwas mehr Geld, denn die Unterschiede in der Verarbeitung sind teils sehr enorm.

Cortenstahl bzw. Roststahl: Einzigartige Optik aber hoher Preis

Erst durch verschiedene Witterungseinflüssen wird aus Stahlblech irgendwann Roststahl. Beliebt ist dieses Material vor allem, weil jedes Gefäß ein absolutes Unikat ist und auch wirklich toll aussieht. Weitere Vorteile sind die Wetterbeständigkeit und die damit verbundene Langlebigkeit von Cortenstahl. Allerdings sind Kübel und Töpfe sehr kostenintensiv.

Fazit: Für welches Material sie sich entscheiden, liegt natürlich ganz bei ihnen. Die Wahl des Materials richtet sich immer auch nach Geschmack, Einsatzort und die bereits vorherrschende Gestaltung. (Schöner Wohnen) Bei einer Dauerbepflanzung im Pflanzkübel sollten sie jedoch unbedingt auf einen korrekten Wasserablauf gewährleisten. Die Pflanzkübelexperten von Pflanzwerk empfehlen eine dreischichtige Drainage. Diese erreicht man am einfachsten in 5 Schritten.

  1. Falls nicht vorhanden, unbedingt Ablaufloch in den Kübel bohren.
  2. Ein Drainagegitterüber das Ablaufloch legen.
  3. Granulat, Kies oder ähnliche Produkte ca. 5 cm hoch in den Kübel füllen.
  4. Ein Vlies zuschneiden und über die Drainageschicht legen.
  5. Kübel mit der benötigten Menge an Erde auffüllen.

Die beschriebene Drainage sorgt für einen stetigen Wasserablauf aus dem Kübel. Das Drainagegitter hält das Ablaufloch frei von Granulat oder Kies, das Vlies verhindert ein Ausspülen der Erde. Nur so ist gewährleistet, dass sich zum einen ihre Pflanzen wohlfühlen, zum anderen, dass – vor allem im Winter – kein Stauwasser entsteht, welches den Kübel zum bersten bringen könnte.

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