Gartenarbeiten im Februar – das Wetter verlangt Flexibilität vom Hobbygärtner

Der Februar ist immer ein besonders spannender Monat, denn man kann nur schwer vorhersagen, was das Wetter bringt. Auf der einen Seite muss man mitweiterhin mit kalten Temperaturen, aber ebenso flexibel auf steigende Temperaturen reagieren können. Ähnlich wechselhaft wie das Wetter sind dann auch die Gartenarbeiten, die an die dann individuell vorherrschende und lokale Wetterlage angepasst werden sollten und vom Hobbygärtner entsprechend Anpassungsfähigkeit verlangen. Ob Frostschutz, Bewässerung oder Frühjahrsschnitt – alles ist möglich und selbst erste Pflanzungen können je nach Witterung schon durchgeführt werden. Im Folgenden ein Überblick über die wichtigsten Gartenarbeiten im Februar. (Den kompletten Ratgeber zu den Gartenarbeiten im Februar finden Sie hier).

Winterschutz kontrollieren und für Belüftung sorgen

Für zahlreiche Kübelpflanzen und auch freistehende Gartenpflanzen hat man für den Winter einen Winterschutz installiert, der nicht nur vor Kälte, sondern auch vor der Frosttrocknis schützen soll. Diesen Winterschutz sollte man regelmäßig kontrollieren und für an wärmeren Tagen auch ruhig mal entfernen. So verhindert man Fäulnis unter dem Winterschutz. Besonders wenn der Winterschutz sehr dicht ist und gar keine Luft zirkulieren kann, kann es zu Fäulnis kommen, die durch eine warme und feuchte Witterung noch gefördert wird.

Ausreichende Bewässerung um Frosttrocknis zu vermeiden

Kirschlorbeer  / Prunus

Kirschlorbeer / Prunus kann im Winter von Frosttrocknis betroffen sein

Im Januar war es extrem kalt, der Boden war großflächig gefroren und gerade immergrüne Gartenpflanzen konnten nur schlecht den Wasserhaushalt ausgleichen – Frosttrocknis droht. Wenn dann noch die ersten frühlingshaften Tage dabei sind und die Sonne durchkommt, sollte man besonders auf eine passende Bewässerung achten. Durch die Sonne kann viel Wasser verdunsten, aber die Pflanzen können aus dem gefrorenen Boden nicht ausreichend Flüssigkeit beziehen und so drohen auch im Winter Trockenschäden (ca. 90% der Probleme im Winter haben als Ursache einen Wassermangel und nicht, wie häufig vermutet, ein „Erfrieren“ der Pflanzen). Besonders Kirschlorbeer, Buchsbaum, Rhododendron etc. – also Gartenpflanzen mit viel Grünmasse in den Wintermonaten – sind hier betroffen und milde Witterungsperioden sollten daher zur Bewässerung der Gartenpflanzen genutzt werden.

Schneelast von immergrünen Gartenpflanzen entfernen

Schnee ist auch im Februar keine Seltenheit. Je nach Lage kann es zu massiven Schneefällen kommen und der Schnee kann über viele Tage und Wochen liegenbleiben. Insbesondere immergrüne Gartenpflanzen haben dann eine große Schneelast zu tragen, was zum Abbrechen von Ästen oder Trieben führen kann. Der Schnee (gerade bei großen Schneemengen bzw. sehr feuchtem Schnee) sollte entsprechend regelmäßig von großen, immergrünen Gartenpflanzen entfernt werden. Gerade Bambus, Kirschlorbeer, Zypressen, Thuja und Eiben sollte man bei der Befreiung von der Schneelast berücksichtigen, damit diese immergrünen Gehölze nicht zu stark belastet werden und evtl. sogar Schaden nehmen. Auch Sommerblüher sollte man hier besonders im Auge haben.
Generell gilt dieser „Schneeräumdienst“ für die Gartenpflanzen nicht nur bei akutem Schneefall, sondern auch dann wenn es etwas wärmer wird und Schnee liegt. Dann zu diesm Zeitpunkt erhöht sich die Schneelast durch die Feuchtigkeit des Schnees und die Pflanzen müssen ein Vielfaches des normalen Schneegewichts tragen, so dass dann sich die Gefahr erhöht, dass Äste oder Triebe von den Pflanzen abbrechen.

Frühjahrsputz im Garten – Rückschnitt von Ziergehölzen & Heckenpflanzen

Wenn der Februar wärmere Tage bringt, kann man die Zeit kann man für einen „Frühjahrsputz“  im Garten nutzen. Insbesondere kann im Februar ein Rückschnitt an zahlreichen Gartenpflanzen und Gehölzen vorgenommen werden. Die typischen Sommerblüher, wie Schmetterlingsflieder etc., sollten jetzt zurückgeschnitten werden. Auch die meisten anderen Gartenpflanzen haben jetzt die Wachstumsphase vor sich, so dass ein Rückschnitt für diese diesen Pflanzen empfehlenswert ist, so dass sie ihre Energie auf die frischen Triebe fokussieren können.
Die meisten Ziersträucher und Heckenpflanzen können an frostfreien, sonnigen Tagen zurückgeschnitten werden (mindestens sollte die Temperatur höher als -5°C sein, besser ist aber eine Temperatur von mehr als 0°C). Neben den Gehölzen und Heckenpflanzen ist es für Rosen jetzt ein guter Zeitpunkt für einen Rückschnitt. Auch Obstgehölze danken einen jetzt durchgeführten Auslichtungsschnitt mit neuen Trieben als Basis für eine reichliche Ernte.

Frühjahrdüngung – am besten mit organischem Dünger

Rosen / Beetrosen

Rosen gehören zu den Starkzehrern und freuen sich über eine Frühjahrsdüngung

Viele Gartenpflanzen haben einen sehr großen  Nährstoffbedarf. Ob Clematis, Prachtstauden oder auch Rosen – diese und viele andere Gartenpflanzen benötigen besonders viele Nährstoffe im Laufe des Jahres und daher kann eine frühe Düngung vor dem ersten Austrieb ein gutes Reservoir für diese „Starkzehrer“ bilden. Zahlreiche organische Dünger wie Kompost (auch der aus dem Herbstlaub entstandene Kompost) und Hornspäne bieten sich hier an, um Rosen, Clematis und Prachtstauden mit wichtigen Nährstoffen zu versorgen und mit voller Energie in die Wachstumsphase zu schicken.

Erste Pflanzungen planen evtl. schon durchführen

Je nach lokaler Witterung kommt die Sonne im Februar so kräftig und langanhaltend durch, dass die ersten Neu-Pflanzungen für den Garten geplant und auch schon durchgeführt werden können. Gerade in milden Regionen, wie bspw. den Niederrhein-Tal oder stark urbanisierten Umgebungen können jetzt die ersten Gartenpflanzen in den Boden gebracht werden. Bspw. Stauden sind hier zu nennen, die schon sehr früh ausgepflanzt werden können.

Dies ist nur ein Auszug – den kompletten Ratgeber zu den Gartenarbeiten im Februar finden Sie hier.

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