Koreatanne / Abies Koreana bekommt einige braune Nadeln – fehlt der Pflanze etwas?

Ihre Frage:

Liebes New-Garden-Team,

wir haben im Frühjahr eine Koreatanne / Abies koreana bei Ihnen bestellt und diese direkt eingepflanz. Die ersten Wochen und Monate sah sie auch wunderbar aus, aber jetzt werden einige Nadeln braun und daher machen wir uns Gedanken, ob vielleicht der Standort nicht ideal ist oder wir sonst etwas falsch gemacht haben. Können Sie uns daher sagen, woran es liegen kann, die Koreatanne einige braune Nadeln bekommt und was wir dagegen unternehmen können?

Danke für Ihre Hilfe und viele Grüße ins Münsterland,

Eine Kundin der Baumschule NewGarden

Unsere Antwort:

Sehr geehrte Kundin,

Eigentlich ist die Abies koreana / Korea-Tanne standorttolerant, liebt aber einen frischen bis feuchten Boden. Ein zu trockener Stand kann dann auch bei Koreatannen  braune Nadeln (meisten von innen nach außen) zur Folge haben, denn Koreatannen reagieren besonders empfindlich auf ungünstige Standortbedingungen wie z.B. (Staunässe [ Informationen, wie man Staunässe im Garten vermeiden kann, bekommen Sie hier], Bodenverdichtung und Trockenheit).

Abies koreana / Korea-Tanne

Abies koreana / Korea-Tanne – Standorttolerant und pflegeleicht, kann aber im Herbst schon mal einige braune Nadeln bekommen.

Regenlose Perioden über Tage und Wochen sollten deshalb stets mit zusätzlichen Wassergaben überbrückt werden. Das Substrat sollte frisch bis feucht und gut durchlässig sein, darf aber keine Staunässe aufweisen. Hinzu kommt, dass bei immergrünen Pflanzen, wie auch die Koreatanne eine ist, im Spätsommer einige Nadel braun werden können, obwohl die Bedinungeun ganz normal sind und für dies Gehölz passend sind.

Dieser Vorgang ist ganz natürlich und mit dem herbstlichen Laubfall der sommergrünen Gehölze vergleichbar, denn auch die Lebensdauer der immergrünen Nadeln ist begrenzt. Extreme Witterungsbedingungen können diesen Vorgang verstärken, so dass man den Eindruck bekommen kann, dass etwas mit der Koreatanne nicht stimmt.

Ebenso können auch  Neuanpflanzungen wesentlich empfindlicher auf extreme Witterungsverhältnisse (wie z.B. hohe Temperaturen  reagieren), weil noch nicht alle Wurzeln wieder voll ausgebildet sind. Gut wäre es dann, die Pflanze gut zu wässern, um eine ausreichende Wasseraufnahme sicherzustellen. Auch im kommenden Frühjahr sollte auf eine gute Wasser- und Nährstoffversorgung geachtet werden, weil immergrüne Pflanzen sonst schnell unter Wassermangel leiden – gerade wenn die erste Sonne die Pflanze schon erwärmt, aber der Boden noch nicht ausreichend Wasser nachliefern kann.

Viele Grüße aus dem Münsterland,

Maria Ketteler-Droste
Vom Team der Baumschule NewGarden

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