Gartenarbeiten im Juni – das sollte auf keiner To-Do-Liste fehlen

Liebe Gartenfreunde und Hobbygärtner,

im Juni ist der Garten voll in der Wachstumsphase und entsprechend viel gibt es hier auch zu tun. Nachdem die Neupflanzungen jetzt größtenteils abgeschlossen sind, steht der erste Rückschnitt und auch die Gartenpflege an. Auch auf Schädlinge sollte man jetzt vermehrt achten, denn die sind im Juni ebenfalls sehr aktiv.

Auslichtungsschnitt von Obstgehölzen für volles Aroma

Pyrus communis 'Gräfin von Paris' / Birne 'Gräfin von Paris'

Mit einem Auslichtungs-Schnitt bei Obstgehölzen sorgt man für besonders aromatische Früchte – hier bspw. die Birne ‚Gräfin von Paris‘

Wie bei vielen anderen Gartenpflanzen ist auch bei den Obstgehölzen der Juni ein guter Zeitpunkt, einen leichten Rückschnitt – einen sogenannten „Auslichtungsschnitt“ – vorzunehmen. Mit so einem Auslichtungsschnitt fokussiert man das Wachstum der Obstgehölze gezielt auf etwas weniger Triebe.  Dann können sich die Obstgehölze voll auf das Ausbilden der Früchte an den verbleibenden Ästen konzentrieren können und ihre gesamte Energie hier investiere. Würde man keinen Auslichtungs-Schnitt vornehmen, würden die Obstbäume und Sträucher versuchen, das Wachstum aller Äste und Früchte zu forcieren, mit dem Ergebnis, dass die einzelnen Früchte kleiner und häufig nicht so wohlschmeckend wären.
Ende Juni werden auch die ersten Obstsorten langsam erntereif, aber hier lohnt es sich oftmals, den Früchten noch etwas mehr Zeit zum Ausreifen zu geben. Zur „Belohnung“ bilden die Früchte meistens ein noch besseres Aroma – die zwei bis drei Wochen Sonne machen hier einen großen Unterschied. Frisch im Frühjahr gepflanzte Obstgehölze benötigen im ersten Jahr etwas mehr Aufmerksamkeit und eine regelmäßige Wässerung, denn sie können mögliche Trockenheit nur schwer verkraften bzw. ausgleichen, weil deren Wurzelsystem noch nicht so ausgeprägt ist, wie bei älteren Obstgehölzen.

Rückschnitt & Pflege von Heckenpflanzen, Sträuchern & Ziergehölzen

Rückschnitt Rotbuche Fagus Sylvatica

Heckenpflanzen — hier die Rotbuche Fagus Sylvatica – können im Juni durch eine Pflegeschnitt zurückgeschnitten werden

Nachdem im Frühling die erste Hochsaison für das Neupflanzen von Gartenpflanzen war, geht diese Zeit mit dem einsetzenden Austrieb vorbei. Die beliebte Ballenware ist nun für die meisten Heckenpflanzen (wie Lebensbäume / Thuja und Taxus / Eibe) nicht mehr verfügbar, so dass jetzt die Pflege und der Rückschnitt im Vordergrund für Gartenfreunde stehen sollte. Das gilt nicht nur für neu angelegte Hecken oder andere neu eingesetzten Gartenpflanzen, sondern natürlich auch für die restliche Flora im Garten.
Zur normalen Gartenpflege gehört, neben dem Jäten von Unkraut, auch die Bewässerung des Gartens, soweit es die Wetterlage notwendig macht. Die letzten Jahre haben aber gezeigt, dass im Juni häufig noch ausreichend Niederschlag fällt, so dass ein zusätzliches Wässern nicht oder nur in geringem Umfang notwendig ist. Wenn man zusätzlich wässert, sollte man gerade bei lehmhaltigem Boden auf die Staunässe achten, denn nur sehr wenige Garten- oder Heckenpflanzen können Staunässe gut vertragen (wie man Staunässe vermeiden kann, erfahren Sie hier).

Kübelpflanzen – Bewässern und düngen

Nicht nur für die freistehenden Gartenpflanzen, auch für Pflanzen im Kübel und in Balkonkästen auf Terrasse oder Balkon beginnt im Juni die kräftige Wachstumsphase. Kübelpflanzen und Kastenpflanzen haben ein sehr begrenztes Wasser- und Nährstoffreservoir, so dass man hier noch stärker auf ausreichende Bewässerung und Nährstoffversorgung achten sollte.  Durch die vergleichsweise enge Pflanzendichte im Kübel oder Balkonkasten (viele Pflanzen auf wenig Raum im Vergleich zu normalen Gartenpflanzen) herrscht bei Kübelpflanzen ein vermehrter Nährstoffbedarf.
Die Pflanzendichte macht auch eine erhöhte Aufmerksamkeit bei der Pflanzenpflege notwendig:  Verwelkte Blüten sollten zügig entfernt werden, sonst kann es schnell zu Schädlingsbefall kommen, der sich auch auf die benachbarten Pflanzen ausbreiten kann.

 

Auf Schädlinge achten

Nicht nur die Pflanzen befinden sich jetzt in vollem Austrieb, auch für Schädlinge und Krankheiten ist der Juni Hochsaison. Ob Blattläuse, Pilzerkrankungen oder Bissspuren – beim Rückschnitt, Unkrautjäten und den anderen Gartenarbeiten sollte man verstärkt auf diese Anzeichen achten, um ggf. schnell Gegenmaßnahmen ergreifen zu können. Auch Mittel zur Pflanzenstärkung entfalten im Juni eine gute Wirkung. Neben den im Fachhandel erhältlichen Pflanzenstärkungsmittel gibt es hier auch verschiedene Hausmittel wie Brennnesselextrakt (häufig auch Brennnesseljauche genannt).

Dies ist nur ein Auszug aus dem gesamten Beitrag – die vollständige Version finden Sie hier: Gartenarbeiten im Juni – Rückschnitt, allgemeine Gartenpflege & auf Schädlinge achten

Viele Grüße,

Alexander Kipp
Vom Team der Baumschule NewGarden

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