Tipps für die richtige Gartenbewässerung

Liebe Gartenfreunde und Hobbygärtner,

auch wenn es in Deutschland imVergleich zu vielen anderen Regionen relativ viel und gleichmäßig verteilt Niederschlag gibt, so kann es doch zu bestimmten Wetterlagen kommen, in denen die Gartenpflanzen eine zusätzliche, künstliche Bewässerung benötigen. Gerade bei lang anhaltenden Hochlagen im Sommer, in denen es nicht oder nur sehr sporadisch regnet (bspw. Form der typischen Sommergewitter) und gleichzeitig noch sehr warm ist, benötigen die Pflanzen oftmals eine künstliche Bewässerung, denn viele Gartenpflanzen – ob kleine Staude oder großer Laubbaum – stehen jetzt in vollem Grün und darüber werden große Wassermengen verdunstet.

Für frisch eingepflanzten Gartenpflanzen gelten die nachfolgenden Ausführungen nicht, da diese gerade in der ersten Zeit einen stark erhöhten Wasserbedarf haben. Nähere Informationen dazu findet man in unserer Pflanzanleitung.

Dies ist nur ein Auszug aus dem kompletten Ratgeber zur Gartenbewässerung, den Sie hier finden:

Wann brauchen die Gartenpflanzen wie viel Wasser?

Die offensichtlichsten Faktoren, wann und wie viel bewässert werden muss, sind Standort, natürlicher Niederschlag, Temperatur und Luftfeuchtigkeit. An einem vollsonnigen Standort ist mehr Wasser notwendig als im Schatten, regnet es bereits sehr ausgiebig muss man weniger künstlich bewässern und bei trockener Hitze ist der Wasserbedarf höher als bei mittleren Temperaturen mit hoher Luftfeuchtigkeit. Um bspw. Informationen zum lokalen Niederschlag zu erhalten, sind sogenannte Regenmesser hilfreich.

Die wichtigsten Faktoren sind Pflanzenart, -größe und Alter. Pflanzen mit viel Grünmasse benötigen tendenziell mehr Wasser. Rasen besteht bspw. 90% aus Wasser und hat gleichzeitig nur sehr flache Wurzeln und benötigt daher eher eine künstliche Bewässerung als bspw. Laubgehölze mit tiefgehenden Wurzeln. Auch das Alter der Pflanzen hat einen großen Einfluss auf den Wasserbedarf. In den ersten Jahren nach der Pflanzung benötigen Gartenpflanzen tendenziell mehr Wasser, weil die Wurzelmasse sich noch nicht so gut ausgebildet hat und die Wasserreservoires des Bodens nicht so gut genutzt werden können.

Auch der Boden spielt eine große Rolle, wie schnell und häufig die Garten künstlich bewässert werden müssen. So verfügt bspw. sehr sandiger Boden nur über geringe Speicherfähigkeiten, Boden mit höheren Ton und Humusanteil speichert besser den Niederschlag. Insgesamt hängt die Speicherfähigkeit hängt stark von Körnung, Gefüge und Anteil organischer Substanzen ab. Sand kann Wasser fast gar nicht halten, Lehm dahingegen sehr viel. Allerdings ist das im Lehmboden gespeicherte Wasser nur schwer für die Pflanze nutzbar, daher sollte immer ein ausreichender Anteil von Humus im Substrat vorhanden sein. Humus ist für Pflanzen idealer ein Wasserspeicher, denn darin kann viel Wasser gespeichert werden, aber gleichzeitig können die Gartenpflanzen dieses Wasser gut nutzen.

Gerade Gartenpflanzen mit viel Blättermasse reagieren auf starke Trockenheit und Wassermangel sehr sensibel – die Blätter werden eingerollt oder hängen herab. Zeigen sich diese Symptome, leidet die Pflanzen schon unter einem sehr starken Wassermangel und eigentlich sollten solche Symptome durch eine rechtzeitige Bewässerung vermieden werden. Ein häufiger Fehler, der zu diesem Zeitpunkt dann gemacht wird, ist dass die Pflanzen regelrecht ertränkt werden und die Pflanze noch mehr leiden – erst unter der Trockenheit und dann unter dem Zuviel an Wasser.

Die zahlreichen Einflussfaktoren lassen erahnen, dass eine pauschal gültige Aussage, wann, wie viel und wie häufig bewässert werden muss, so gut wie unmöglich ist. Ein Hobbygärtner entwickelt in der Regel im Laufe der Zeit ein sehr gutes Gefühl dafür, ob und wie viel gewässert werden sollte – bis dahin kann er auch kleine Hilfsmittel, wie bspw. einen Regenmesser, zur Hilfe nehmen.

Welches Wasser das beste ist, wie man am besten bewässert und worauf man noch achten sollte, erfahren Sie im vollständigen Beitrag, die Sie hier finden: Tipps für die Bewässerung im Garten.

Viele Grüße,

Alexander Kipp
Vom Team der Baumschule NewGarden

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