Dachbegrünung – Vorraussetzungen und Pflanzenempfehlungen Teil 1/2

Liebe Kunden der Baumschule NewGarden,

gerade bei wachsender Urbanisierung erreichen uns immer mehr Anfragen, wie man bspw. die Dachterrasse oder sogar ganze Dächer als grüne Oase gestalten kann. Auch in NewYork ist dieser Trend ziemlich beliebt, wie man in dieser Fotostrecke bewundern kann.

Grünflächen auf Dächern sind nämlich erstaunlich leistungsfähig und können neben der schönen Atmosphäre auch viele Auswirkungen der Besiedlung verbessern, wie z. B.

  • Luftverschmutzung
  • Klimaveränderung
  • Verarmung an Tier- und Pflanzenarten

Die einfachste, und auch fast auf jedem Flachdach oder auf  Dächern bis 25 °  Neigung, zu realisierende Dachbegrünung ist die Extensivbegrünung (Pflanzung in einer geringen Substratschicht). Bevor man an die  Planung und Ausführung denkt, sollte allerdings der bauliche Zustand des Daches die Tragfähigkeit überprüft werden. Architekten und Statiker können da am besten weiterhelfen.

Für eine extensive Dachbegrünung stehen verschiedene Stauden und Gräserzur Verfügung. Besonders geeignet sich Sedum- und  Sempervivum-Arten (zu finden in dem Bereich Steingarten-Stauden) aber auch verschiedene Carex Arten (Gräser).

Diese Pflanzen sind im besonderen Maße als Überlebenskünstler für sonnige Standorte anzusehen und sie kommen mit einer Substratdicke von 2 – 4 cm aus.

Die hier aufgelisteten Pflanzen benötigen eine Substratdicke von ca. 5 – 7 cm und sind für vollsonnige bis überwiegend sonnige Standorte geeignet. Bei dieser Substratdicke kann man schon auf ein erheblich größeres Artenspektrum zurückgreifen als bei einer geringeren Substratschicht.

Eine extensive Dachbegrünung erfordert einen geringen Pflegeaufwand. Ein bis zwei Pflegegänge pro Jahr sind sinnvoll um wilde Sämlinge von Bäumen wie z.B. Birken, Erlen und Weiden zu  entfernen, da diese langfristig die Dächer beschädigen oder angesiedelte Pflanzenbestände verdrängen könnten. Grundsätzlich soll bei der extensiven Dachbegrünung nicht gewässert werden.

Der Wassermangel ist ein wichtiger Regulator, denn er  verhindert die Ansiedlung von Fremdarten und sorgt dafür,  dass die Pflanzen sich in ihrer natürlichen Widerstandsfähigkeit ausbilden können. Daher sollte nur bei langen Trockenperioden zusätzlich gewässert werden.

Um die Auswahl an Pflanzen noch auszuweiten, sollte eine etwas dickere Substratschicht aufgebracht werden. Welche Pflanzen dann alle genommen werden können, erfahren Sie im zweiten Teil.

Viele Grüße,

Maria Ketteler-Droste
Vom Baumschule-NewGarden Team

 

 

 

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