Tipps zur richtigen Pflanzung – Wie pflanzt man Ballenware?

Pflanzen werden in der Regel mit drei unterschiedlichen „Wurzelverpackungen“ angeboten. Im Folgenden werden die jeweiligen Besonderheiten, die bei der Pflanzung von Ballenware beachtet werden sollten, erläutert, um ein gutes Anwachsen mit möglichst geringen Ausfallquoten zu ermöglichen.

Generell gilt für alle Pflanzen, dass sie nicht höher oder tiefer stehen sollten, als sie vorher im Feld bzw. im Container standen, sondern so tief in die Erde eingebracht werden, wie vor der Verpflanzung.

Ebenso sollte direkt bei der Pflanzung, gerade bei wurzelnackter Ware, kein Dünger mit in das Pflanzloch eingebracht werden, da die Wurzeln darunter stark leiden können und dies zu einem Absterben der Pflanzen führen kann.

Ballenware wird mit einem Erdballen als „Wurzelverpackung“ ausgeliefert, der entweder mit einem Vlies („mit Ballen“ oder „m. B.“ abgekürzt) oder einem Drahtgeflecht („mit Drahtballen“ oder „m. DB.“ abgekürzt) um die Wurzel fixiert wird. Die Mehrzahl der Heckenpflanzen und Großgehölze ist im Ballen verfügbar, wobei die Pflanzen direkt vor dem Versand aus dem Feld ausgemacht werden und frisch verpackt werden. Daher sind der Versand und die Pflanzung auf das Frühjahr und den Herbst beschränkt.
In der eigentlichen Wachstumsphase ist ein Versand nicht möglich. Bei Laubbäumen ist der Versand im Herbst erst möglich, nachdem diese beinahe sämtliche Blätter verloren haben, was in der Regel ab Mitte / Ende Oktober der Fall ist.

Durch den Erdballen kann die Pflanze sich noch einen gewissen Zeitraum mit Nährstoffen versorgen, ohne dass sie stark darunter leiden würde. Lediglich muss sichergestellt werden, dass die Wasserversorgung ausreichend ist, so dass die Pflanzen nach Lieferung auch einige Tage stehen können, bevor sie eingepflanzt werden, wenn es die Witterungsbedingungen zulassen. Insbesondere bei warmen Temperaturen ist eine zeitnahe Pflanzung empfehlenswert.

Die eigentliche Pflanzung ist bei Ballenware sehr einfach, indem diese mit dem Ballen das Pflanzloch bzw. den Pflanzgraben eingebracht werden. Erst danach wird das Vlies bzw. der Draht um den Stamm aufgeschnitten, verbleibt aber im Loch; das Material verrottet dann in der Erde. Beim Drahtballen sollte das Drahtgeflecht auch zur Seite gedrückt werden. Beachten Sie, dass der Ballen der Pflanze dabei nicht beschädigt wird, denn dann verliert die Pflanze nur unnötig Wurzelmaterial.

Wie viele Pflanzen pro laufenden Meter gepflanzt werden sollten, um ein blickdichtes Ergebnis zu erhalten, finden Sie in den Detailangaben der jeweiligen Pflanze.

Um ein optimales Anwachsen zu ermöglichen, sollte bei Heckenpflanzen ca. 20% der Grünmasse rausgenommen werden. Da Ballenware durch das Ausmachen aus dem Boden ca. 20-25% der Wurzelmasse verliert, kann die Pflanze nach dem Pflanzen nur entsprechend weniger Grünmasse versorgen. Mit dem Rückschnitt schafft man wieder ein Gleichgewicht und kann einer Braunfärbung vorbeugen werden. Zudem wird eine gute und stressfreie Akklimatisierung am neuen Standort ermöglicht. Trotz bester Maßnahmen sollte man mit einer Ausfallquote von 5-10% der Ballenware rechnen.

Sollten Sie noch Fragen haben, können Sie sich natürlich jederzeit an uns wenden.

Viele Grüße,

Alexander Kipp
Vom NewGarden Team

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