Rotbuche / Fagus Sylvatica – Probleme mit Woll- oder Schildlaus

Ihre Frage:

Liebes Team der Baumschule NewGarden,

im vergangenen November haben wir von Ihnen Rotbuchen (Fagus Sylvatica) für eine Heckenpflanzung bezogen. Beim Einpflanzen haben wir Hornspäne zugefügt.

Die gelieferte Qualität war sehr gut, aber unsere Hecke kämpft ums Überleben. Die meisten Pflanzen haben ausgetrieben und wurden auch von uns gut gewässert. Kurz nach dem Blattaustrieb wurden sie von einer kleinen weißlich bis bläulich schimmernden Fliege befallen. Danach waren die Blätter kraus und es sah nach Wolläusen aus. Ich habe auch schon gehört, dass es eine Buchenwolllaus gäbe.

Vielleicht haben Sie Erfahrung und können meine Hypotese bestätigen. Gibt es eine biologische erfolgreiche Schädlingsbekämpfung? Soll ich die Hecke düngen und womit.

Vielen Dank für Ihre Auskunft.Eine Kundin der Baumschule NewGarden

Unsere Antwort:

Liebe Kundin der Baumschule NewGarden,

Bei dem Schädling handelt es sich vermutlich um die Woll – oder Schmierlaus.

Schadbild
Wachsausscheidungen in flockigen Strukturen, unter denen sich 3-5 mm lange, ovale, weißbepuderte Woll-Läuse verstecken. Diese Läuseart gehört zu den Schildläusen, sie besitzen aber keine Schilder. Ihr Schutz sind die Wollgespinste und die Wachsausscheidungen. Sie sind in allen Stadien beweglich und bilden oft dichte Kolonien.

Bekämpfung:
Einsatz von Insektiziden, z. B. Spruzit. Das ist ein Spritzmittel gegen saugende und beißenden Insekten. Dieses Mittel ist eine Kombination aus Natur-Pyrethrum und Rapsöl. Somit werden sowohl die ausgewachsen Insekten als auch die Eier bekämpft. Dieses Mittel können Sie morgens früh oder abends einsetzen (auf keinen Fall bei starker Hitze oder starker Sonne).
Außerdem können Sie die Pflanzen mit Algan behandeln. Algan ist ein Pflanzenstärkungsmittel, welches die Bewurzelung fördert, die Pflanzen werden frosthärter und sie sind weniger anfällig für Pilz-und Schädlingsbefall. Es enthält unter anderem wichtige Spurenelemente, dadurch benötigen die Pflanzen auch weniger Dünger. Zusäztlich sollte eine stickstoffbetonte Düngung vermieden werden.

Viele Grüße
Maria Ketteler-Droste
Vom New Garden Team

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